Umweltgifte schädigen Hirne von Ungeborenen

5. Juli 2016, 11:23
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Besonders Weichmacher können Verhaltensstörungen und geistige Defizite bei Kindern fördern

New York/Wien – Es ist nicht das erste Mal, dass Neurowissenschafter Alarm schlagen. Bereits vor zwei Jahren hatte ein Forscherteam nachgewiesen, dass elf weit verbreitete Chemikalien die Hirnentwicklung von Föten nachhaltig schädigen können.

Blei, Quecksilber, polychlorierte Biphenyle, einige Lösungsmittel sowie Pestizide würden zu vorgeburtlichen Vergiftungen führen. Und diese wiederum könnten die Ursache dafür sein, dass immer mehr Kinder Verhaltens- und Entwicklungsstörungen aufweisen würden.

Nun legt ein großes Forscherteam unter der Leitung von Frederica Perera (Columbia University) und Susan Schanz (University of Illinois) im Fachblatt "Environmental Health Perspectives" noch einmal nach: Sie bestätigen die pränatal hirnschädigende Wirkung von Chemikalien, die in unserem Alltag bisher weitverbreitet sind. Die Liste hat diesmal aber eine etwas andere Zusammensetzung.

Gefährliche Weichmacher

Mit dabei sind wieder die "Klassiker" Blei und Quecksilber. Dazu kommen organosphate Pestizide, Weichmacher, Flammschutzmittel mit polybromierten Biphenylen und Luftschadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. So etwa würden Weichmacher Verhaltensstörungen und geistige Defizite bei Kindern fördern können. Kleiner Tipp am Ende: Mit Fastfood nehmen wir besonders viele Weichmacher auf. (red, 5.7.2016)

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