Sender warten bei gemeinsamen Duell ab

4. Juli 2016, 15:27
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ATV lehnte Kooperation bereits bei Wien-Wahl 2015 ab – Van der Bellen: Plakate und Inserate sollten auf vier Wochen beschränkt werden

Wien – Die Idee der FPÖ eines gemeinsamen Fernsehduells aller Sender wird zwar vom Team von Alexander Van der Bellen begrüßt, stößt bei den TV-Sendern ORF, Puls 4 und ATV aber auf Zurückhaltung. ORF und Puls erklärten am Montag auf APA-Anfrage, abzuwarten bis ein Wahltermin feststeht. Und ATV will auf jeden Fall eine Konfrontation abhalten, wollte sich zu einem gemeinsamen Duell aber nicht äußern.

"Der ORF wird den Fahrplan zur Berichterstattung im Vorfeld der Wiederholung der Bundespräsidentschaftsstichwahl zeitnahe zur Entscheidung über den entsprechenden Wahltermin festlegen", erklärte der öffentlich-rechtliche Sender in einer Stellungnahme. Puls-4-Infochefin Corinna Milborn sagte: "Wir sind derzeit noch in Planung, was die Neuwahlen im Herbst betrifft und warten die Bekanntgabe des Wahl-Termins ab."

ATV ohne Stellungnahme

Keine Stellungnahme gab es von ATV. Der Privatsender hatte schon bei der Wien-Wahl 2015 eine gemeinsame Elefantenrunde mit ORF und Puls 4 abgelehnt. Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zeigte sich damals im Vorfeld der Wahl nur zu einer Fernsehkonfrontation bereit und wünschte sich deshalb eine Kooperation der TV-Anstalten. Die Zusammenarbeit beschränkte sich nach dem Nein von ATV auf Puls 4 und ORF.

Zusätzlich zum FPÖ-Vorschlag eines gemeinsamen TV-Duells regt Van der Bellens Team auch an, die Intensivphase des Wahlkampfs für die Neuauflage der Hofburg-Stichwahl auf vier Wochen zu beschränken. Es sollten erst in den letzen vier Wochen Plakate von Van der Bellen und seinem blauen Kontrahenten Norbert Hofer affichiert werden, erklärte Wahlkampfmanager Lothar Lockl am Montag in einer Aussendung. Auch die Schaltung von Inseraten sollte sich auf diesen vierwöchigen Zeitraum beschränken. Van der Bellens Team hielte auch eine mengenmäßige Selbstbeschränkung bei Plakaten und Inseraten für sinnvoll. (APA, 4.7.2016)

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