Menschenhandel: 38 Schlepper in Italien festgenommen

4. Juli 2016, 12:32
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Ermittlungen dank Aussagen eines ehemaligen Schleppers aus Eritrea

Palermo – Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen aus Nordafrika hat Italien den Druck auf Schlepper verschärft. Die Polizei gab am Montag in Palermo bekannt, 38 Männer festgenommen zu haben. 25 davon stammen aus Eritrea, zwölf aus Äthiopien, und bei einem handelt es sich um einen Italiener. Ihnen wird Menschenhandel, Geldwäsche und Drogenhandel vorgeworfen.

Die Festnahme erfolgte dank der Aussagen eines ehemaligen Schleppers aus Eritrea, der im Februar in Italien zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde und laut den italienischen Ermittlern besonders vertrauenswürdig sei. Der Mann, Nuredin Wehabrebi Atta, habe wichtige Informationen über die Aktivitäten der Menschenhändler geliefert, die mit Schlepperei über das Mittelmeer Milliarden lukrieren.

Die Zahl der Toten im Mittelmeer, von denen man erfahre, sei nur ein minimaler Teil der Menschen, die bisher bei Schiffsunglücken ums Leben gekommen sei, berichtete der Zeuge. Wer sich bei den Schleppern verpflichtet habe, die Reise zu zahlen, und dann nicht das Geld hatte, sei verkauft und dann für Organtransplantationen ermordet worden, berichtete Atta laut italienischen Medien. (APA, 4.7.2016)

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