Frankfurt: Zweieinhalb Jahre Haft für Bombenbauer

4. Juli 2016, 11:43
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Aus Angst vor ihm wurde 2015 in Deutschland ein großes Radrennen abgesagt

Frankfurt am Main – Aus Angst vor ihm ist 2015 in Deutschland ein großes Radrennen abgesagt worden – nun ist der Bombenbauer Halil D. zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Frankfurt befand den Mann aus Oberursel (Hessen) am Montag nur der Urkundenfälschung und des verbotenen Waffen- und Sprengstoffbesitzes für schuldig. Den Hauptvorwurf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hatte das Gericht bereits zuvor fallen gelassen.

Kontakte in Salafistenszene

Der türkischstämmige 36-Jährige soll nach Ermittlererkenntnissen Kontakte in die salafistische Szene gehabt haben, er wirkte im Prozess aber auch verwirrt.

Das Gericht blieb mit seinem Urteil knapp unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zwei Jahre und neun Monate gefordert hatte. Der Verteidiger hatte dagegen auf 14 Monate zur Bewährung plädiert, die mit der Untersuchungshaft bereits verbüßt wären.

Im Keller des Angeklagten war im Frühjahr des vergangenen Jahres neben verschiedenen Waffen eine funktionsfähige Rohrbombe gefunden worden. Das Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" wurde kurzfristig abgesagt, weil angenommen worden war, dass er zuvor die Strecke ausgespäht hatte. (APA, 4.7.2016)

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