Israelische Armee reißt Häuser palästinensischer Attentätern ab

4. Juli 2016, 10:59
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Vier verletzte Palästinenser bei Zusammenstößen in Kalandia

Ramallah – Israelische Soldaten haben die Häuser von zwei palästinensischen Messer-Attentätern abgerissen. Die Abrissarbeiten fanden in der Nacht auf Montag im Flüchtlingslager Kalandia im Westjordanland zwischen Ramallah und Jerusalem statt, wie die Streitkräfte mitteilten. Bei Zusammenstößen wurden vier Palästinenser verletzt.

Die beiden Attentäter wurden am 23. Dezember erschossen, als sie ihre Messerattacken in der Altstadt von Jerusalem verübten. Bei dem Attentat wurde ein Rabbi getötet und ein weiterer Zivilist verletzt, ein weiterer Israeli wurde von einem Querschläger von Sicherheitskräften tödlich getroffen.

Gewaltwelle

Zur Abschreckung lässt Israel regelmäßig die Häuser palästinensischer Attentäter abreißen. Menschenrechtsgruppen kritisieren die Praxis als Kollektivstrafe, unter der die Familien der Täter zu leiden hätten.

Israel und die Palästinensergebiete werden seit Oktober von einer Gewaltwelle erschüttert, bei der bisher 214 Palästinenser, 34 Israelis und vier Ausländer getötet wurden. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer, teils aber auch Schusswaffen oder Autos für ihre Angriffe nutzten. (APA, 4.7.2016)

  • Ein demoliertes Haus in Kalandia.
    foto: apa/afp/momani

    Ein demoliertes Haus in Kalandia.

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