Tückische Parallelwelten

Einserkastl3. Juli 2016, 17:51
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Wilde Zufälle bei Wahlanfechtungen, Brexit und Öxit. Richtiges Sehen will gelernt sein.

Der Wahlkampf im Zeichen "Ich bin der Sisyphus, du bist mein Stein" ist wegen überragenden Erfolges in die Verlängerung gegangen worden. Junckers Rufe nach weniger Klamauk verhallten ungehört. Bitte, wir haben ja erst angefangen! Die Kandidaten machen sich frisch für die nächste Runde. Einige Beisitzer überlegen, ob sie diesmal eventuell doch für eine längere Zeitspanne erscheinen als jene, die man zum Hinfetzen der Unterschrift benötigt. Das Murmeltier grüßt.

Europa sieht ein weiteres Mal gebannt zu, diesmal um einen reschen Brexit reicher. Kandidat Hofer, der Mann mit der Glock, denkt den Öxit an, behält sein Amt des Dritten Nationalratspräsidenten und vertritt sich provisorisch quasi gleich selbst: ein Science-Fiction-Sujet, in mehreren unsteten Parallelebenen angesiedelt.

Altes Kandidaten-Ich versus das zukünftige, eventuell präsidiale. Dass die FPÖ die (offenbar seit Jahren bestehenden) Unregelmäßigkeiten nicht beim ersten Durchgang sah, als Hofer führte, sondern erst beim zweiten, als er knapp verlor, ist sicher ein wilder Zufall. Als Nächstes ist sowieso die Auslöschung der missratenen Briefwahl dran. Und danach jene der Zaubertinte, mit der übel manipuliert worden ist, obwohl der Verfassungsgerichtshof Manipulationen nicht gegeben sieht. Dem sollte man keinesfalls trauen, richtiges Sehen will eben gelernt sein. So ein Paralleluniversum ist üblicherweise tückisch. (Julya Rabinowich, 3.7.2016)

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