Fast 1,5 Millionen Menschen besuchten "Floating Piers"

3. Juli 2016, 14:34
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Besucheransturm auf Christos schwimmende Stege am Iseo-See bis zum Schluss

Mailand – Die "Floating Piers" des Verpackungskünstlers Christo haben alle Erwartungen an die Besucherresonanz übertroffen. Statt der ursprünglich veranschlagten rund 500.000 Besucher kamen in dem 16-tägigen Zeitraum weit mehr als eine Million Menschen, wie die italienischen Behörden am Wochenende bilanzierten. Bis Freitagmittag hatten laut Präfektur bereits etwa 1,2 Millionen Menschen die schwimmenden Stege besucht.

foto: reuters/wolfgang rattay

Pro Tag kletterten die Besucherzahlen auf bis zu 120.000, die allerletzte Möglichkeit für das Wandeln auf den orangefarbenen Pontons im Iseo-See bestand am Sonntag. "Menschen kommen von überall her, um nirgendwo hin zu gehen", freute sich der 81-jährige Christo über die Begeisterung des Publikums für seine Installation. Die meisten Besucher schritten barfuß über die Installation. Angelockt wurden auch Rollstuhlfahrer und Hundebesitzer, die den "Gang über das Wasser" mit ihren Vierbeinern absolvierten. Seit der Eröffnung am 18. Juni zeichnete sich der enorme Publikumserfolg ab. Nach einigen Tagen ordnete der Präfekt von Brescia eine nächtliche Schließung an, um Wartungs- und Reinigungsarbeiten vorzunehmen.

foto: reuters/wolfgang rattay

Vor allem wegen Hitze und langer Wartezeiten mussten oftmals Notärzte ausrücken, nachdem Besucher über Unwohlsein und andere Gesundheitsprobleme klagten. Schließlich wurde dann ein medizinischer Außenposten am See eingerichtet. Die "Floating Piers" wurden ohne Geländer konstruiert, der Besuch erfolgte ohne Schwimmwesten. Um die Sicherheit zu gewährleisten, waren 150 Wachleute und 30 Rettungsschwimmer rund um die Uhr im Einsatz.

foto: reuters/wolfgang rattay

Gemeinsam mit seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude ist Christo durch seine Monumentalkunstwerke – darunter die Verhüllung des Berliner Reichstags 1995 und die verpackte Brücke Pont Neuf in Paris 1985 – weltberühmt geworden. (APA/AFP, 3. 7. 2016)

foto: reuters/wolfgang rattay
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