Federer als Erster im Achtelfinale – Regen rettet Djokovic

1. Juli 2016, 23:13
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Außerdem eine Überraschung bei del Potro vs. Wawrinka

Dem früheren US-Open-Champion Juan Martin del Potro (27) ist bei seinem Grand-Slam-Comeback nach zweieinhalb Jahren Pause eine große Überraschung gelungen. Der Argentinier setzte sich in Wimbledon in der zweiten Runde gegen den Weltranglistenfünften Stan Wawrinka (Schweiz) 3:6, 6:3, 7:6 (7:2), 6:3 durch. Del Potro hatte wegen einer Verletzung am linken Handgelenk lange pausiert.

Rekordsieger Roger Federer ist weiters ohne Satzverlust ins Achtelfinale von Wimbledon eingezogen. Der siebenmalige Titelträger aus der Schweiz gewann unter dem geschlossenen Dach des Centre Courts gegen den Briten Daniel Evans souverän mit 6:4, 6:2, 6:2.

Federer darf sich nun über ein freies Wochenende freuen, während seine Konkurrenten am Samstag und auch am ansonsten traditionell spielfreien Sonntag ihre Drittrundenmatches bestreiten müssen. Alexander Zverev (Hamburg/Nr. 24) und Michail Juschni (Russland) müssen sogar noch ihre Zweitrundenpartie zu Ende bringen.

Djokovic darf sich beim Regen bedanken

Neben Federer stehen nur die fünfmalige Wimbledonsiegerin Venus Williams (USA) und Carla Suarez Navarro (Spanien) in der Frauenkonkurrenz unter den besten 16 Spielerinnen. Der Londoner Landregen hat den Spielplan beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt durcheinandergewirbelt.

Am Ende des Tages gab es doch noch einen Tennisprofi in Wimbledon, der sich über den Londoner Landregen freute. Novak Djokovic lag gegen den Amerikaner Sam Querrey völlig überraschend mit 6:7 (6:8), 1:6 zurück, die Grand-Slam-Serie des Serben drohte ausgerechnet im "Wohnzimmer" seines Trainers Boris Becker zu reißen. Da der Himmel erneut seine Schleusen öffnete, darf Djokovic am Samstag auf die Wende hoffen.

Auch der deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev (Hamburg/Nr. 24) befindet sich in der Warteschleife. Der 19-Jährige führt im fünften Satz gegen den Russen Michail Juschni mit 2:1, die Fortsetzung folgt ebenfalls Samstag. Ausnahmsweise wird in diesem Jahr auch am traditionell spielfreien "Middle Sunday" gespielt, in allen 129 Auflagen der Championships zuvor kam dies nur dreimal vor – 1991, 1997 und 2004. (sid, 01.07.2016)

  • Der Weltranglistenfünfte Stan Wawrinka wurde vom früheren US-Open-Champion Juan Martin del Potro in der zweiten Wimbledon-Runde bezwungen.
    foto: apa/afp/adrian dennis

    Der Weltranglistenfünfte Stan Wawrinka wurde vom früheren US-Open-Champion Juan Martin del Potro in der zweiten Wimbledon-Runde bezwungen.

  • Wimbledon und der Regen – eine Liebesgeschichte.
    foto: reuters/melville

    Wimbledon und der Regen – eine Liebesgeschichte.

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