Arbeitsmarkt: Großes Umkrempeln nötig

Kommentar1. Juli 2016, 17:15
17 Postings

Die unbeweglichen Systeme bei Bildung und Steuern sind schwer wirtschaftsfeindlich

Die unverändert hohen Arbeitslosenzahlen lassen bei den verantwortlichen Politikern schon länger die Alarmglocken schrillen. Allerdings sind der allgemeinen Betroffenheit bisher keine Taten gefolgt. Denn um den Arbeitsmarkt wieder nachhaltig zu verbessern, müsste tief in die Reformkiste gegriffen werden. Und vor großen Einschnitten in das breit und langsam gewordene politische System Österreichs wurde bisher immer zurückgeschreckt.

Bildung, Steuern, Erleichterung von Unternehmensgründungen und eine entrümpelte Gewerbeordnung: So in etwa lauten die Aufgaben, deren ständiger Aufschub mit einem Verlust von Arbeitsplätzen zusammenhängt. Die unbeweglichen Systeme bei Bildung und Steuern und die veralteten Regeln für Unternehmensgründungen und Gewerbe sind schwer wirtschaftsfeindlich und erodieren die bestehenden Arbeitsplätze. Von der Schaffung neuer Jobs kann in diesem Umfeld überhaupt nicht geredet werden.

Nun schwappt zusätzlich eine Digitalisierungswelle sondergleichen über alle Industrieländer. Aufgaben, die von Menschen erledigt werden, werden in gar nicht so langer Zeit von Robotern und "lernenden Maschinen" bewältigt werden. Da braucht es schon etwas, das man "Maschinensteuer" nennen könnte. Und man braucht moderne Bildungssysteme. Mit alten Strukturen wird es nicht gehen. (Johanna Ruzicka, 1.7.2016)

Share if you care.