Äußere Restaurierung des Kolosseums beendet

1. Juli 2016, 16:02
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Arbeiten am Amphiteater gehen weiter

Rom – Die erste Etappe der groß angelegten Restaurierung des Kolosseums in Rom ist geschafft. Italiens Regierungschef Matteo Renzi, Kulturminister Dario Franceschini und der Unternehmer und Geldgeber Diego Della Valle zogen am Freitag nach Abschluss der äußeren Restaurierung des Monuments eine Zwischenbilanz. Die Arbeiten seien nach höchsten wissenschaftlichen Maßstäben erfolgt, sagte Franceschini.

"Die Zeit, in der Kultur in Italien vernachlässigt wurde ist zu Ende. Kunst ist unser größtes Erbe und ein Sektor, auf den wir für Italiens Neustart immer mehr setzen wollen", kommentierte Renzi. Zufrieden mit der Restaurierung zeigte sich der Unternehmer Della Valle, Inhaber des Luxuskonzern Tod's. "Wir haben bewiesen, dass Privatunternehmen und Staat exzellent im Interesse des Landes zusammenarbeiten können", so Della Valle. Er darf für die Restaurierung des Kolosseums 15 Jahre lang mit seinem Firmenlogo am Amphitheater werben.

Meisterleistung antiker römischer Baukunst

Die Arbeiten werden jetzt im unterirdischen Teil des Kolosseums fortgesetzt. Zugleich wird ein neues Empfangszentrum für Touristen fertiggebaut. Hier sollen ein Cafe, Toiletten und eine Buchhandlung untergebracht werden. Die zweite Phase der Renovierungsarbeiten sollen bis 2018 abgeschlossen werden.

Das 2015 von 6,6 Millionen Personen besuchte Kolosseum gilt als architektonische Meisterleistung der antiken römischen Baukunst. Es wurde in der Antike von römischen Kaisern als Austragungsort öffentlicher Hinrichtungen und blutiger Sportereignisse genutzt. Gladiatorenkämpfe fanden hier vor bis zu 50.000 Zuschauern statt. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wurde das Amphitheater nicht mehr gebraucht und im sechsten Jahrhundert nach einem verheerenden Erdbeben teilweise abgerissen. Deswegen sieht es heute unvollständig aus. Als nächstes soll das Innere des Amphitheaters erneuert werden. Die Arbeiten dürften laut Franceschini bis 2018 dauern. (APA/dpa, 1. 7. 2016)

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    foto: afp/alberto pizzoli
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