Deutsche Telekom will Mobilfunkmasten in Deutschland verkaufen

1. Juli 2016, 15:32
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Insider: Deutsche Telekom peilt Bewertung von bis zu fünf Mrd. Euro an

Die Deutsche Telekom bietet Konzerninsidern zufolge für bis zu fünf Milliarden Euro ihre Mobilfunkmasten in Deutschland feil. Der Konzern habe die beiden Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley damit beauftragt, diesen Teil der Netz-Infrastruktur über eine Auktion zu verkaufen, sagten zwei mit den Planungen vertraute Personen am Freitag zu Reuters.

Startschuss nach den Sommerferien

Die Deutsche Telekom hoffe, bei dem Deal inklusive Schulden eine Bewertung von vier Milliarden bis fünf Milliarden Euro zu erzielen. Geplant sei, nach den Sommerferien erste Informationen an die Kaufinteressenten zu verschicken und dann das Feedback abzuwarten. Je nach Rückmeldung solle dann entschieden werden, ob eine Minderheit oder alle Anteile an dem Geschäft verkauft werden, sagten die Personen.

Die beiden Banken sowie der Telekom-Konzern wollten sich nicht zu dem Thema äußern. Der Vodafone-Rivale zählt in Deutschland einige Zehntausend der Anlagen.

Die Deutsche Telekom sucht mit dem Deal nach Wegen, um mit ihrer für viel Geld gebauten Infrastruktur eine höhere Rendite zu erzielen. "Wir sind überzeugt, dass es dabei noch eine Wertentwicklungschance gibt", hatte Telekom-Finanzchef Thomas Dannenfeldt vor zwei Monaten gesagt.

Anklopfen bei Versicherungen und Finanzinvestoren

Nach Aussage der Insider will die Deutsche Telekom bei langfristig orientierten Investoren für den Verkauf der Türme die Werbetrommel rühren. Dazu gehörten etwa Versicherungen und Pensionsfonds, die wegen der niedrigen Zinsen nach alternativen Investitionsmöglichkeiten suchten. Gleichzeitig sollten auch Finanzinvestoren kontaktiert werden. Zudem kommen als neue Besitzer Firmen infrage, die auf den Kauf und den Betrieb der technischen Anlagen spezialisiert sind. Zu den größten zählen die US-Anbieter American Tower, Crown Castle und SBA. Konkrete Geschäftszahlen über die Türme kann die Telekom noch nicht vorlegen, da der Bereich erst juristisch aus dem Konzernverbund herausgelöst werden muss. (Reuters, APA, 1.7.2016)

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