Seniorenrat pocht auf Umsetzung der Ergebnisse des Pensionsgipfels

1. Juli 2016, 13:34
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Präsidenten des Seniorenrats sehen außerdem Handlungsbedarf in der Pflege

Wien – Der Seniorenrat hat bei einer Pressekonferenz am Freitag auf die Umsetzung der Ergebnisse des Pensionsgipfels vom 29. Februar gepocht. "Wir bedauern außerordentlich, dass bisher noch nichts passiert ist", sagte die designierte Obfrau des ÖVP-Seniorenbunds, Ingrid Korosec. Es habe die Zusage gegeben, dass im Juni, spätestens Juli ein entsprechender Gesetzentwurf vorliegen würde.

Nicht weit genug geht ihr die vorgesehene Halbierung des Pensionsversicherungsbeitrags für erwerbstätige Pensionisten. "Die Pensionsversicherungsbeiträge sollten abgeschafft werden, wenn man bereits in Pension ist und arbeitet", forderte Korosec. "Unser Ziel ist es, dass sich die Leistung für Pensionistinnen und Pensionisten lohnt." Als besonders dringend erachtete sie die Vereinheitlichung des Pensionssystems. Nicht realisiert wurde die Negativsteuer für Ausgleichszulagenbezieher, kritisierte Korosec. "Wir appellieren an die Bundesregierung: Machen Sie Ihren New Deal gleich einmal mit den Armutsgefährdeten unter den Pensionisten."

SPÖ-Pensionistenverbands-Chef Karl Blecha wies außerdem einmal mehr auf den Handlungsbedarf in der Pflege hin. Neben der Vereinheitlichung der Strukturen und Standards im Pflegesystem forderte er einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz, den Ausbau des betreuten Wohnens sowie Verhandlungen über die Valorisierung der Pflegekosten. (APA, 1.7.2016)

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