Historikerin Lyndal Roper bekommt Gerda-Henkel-Preis

1. Juli 2016, 11:48
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Für ihre Forschungen zu Martin Luther und dem Reformationszeitalter

Düsseldorf – Für ihre Forschungen zu Martin Luther und dem Reformationszeitalter erhält die Historikerin Lyndal Roper den mit 100.000 Euro dotierten Gerda-Henkel-Preis 2016. Damit würden die besonderen Leistungen der in Oxford lehrenden Roper (60) auf dem Gebiet der Geschichte der frühen Neuzeit gewürdigt, teilte die Gerda-Henkel-Stiftung am Freitag mit.

"Ihre jüngsten Studien zur Biografie Martin Luthers werden im Lutherjahr 2017 sicherlich den Verlauf der Debatte über den Reformator nachdrücklich mitbestimmen", hieß es in der Jury-Begründung. Kürzlich erschien Ropers englischsprachige Biografie "Martin Luther. Renegade and Prophet".

Die australisch-britische Historikerin hat nach Ansicht der Jury "bahnbrechende Arbeiten" zur Sozial-, Geschlechter-, Psycho- und Körpergeschichte vorgelegt, darunter Untersuchungen über Hexerei und Hexenverfolgung. In ihrem Buch "Der feiste Doktor" (2012) ging Roper etwa der Frage nach, welche symbolische Bedeutung Luthers Leibesfülle im damaligen religiösen Kontext hatte.

Der Gerda-Henkel-Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Leistungen im Bereich der historischen Geisteswissenschaften vergeben. Roper nimmt den Preis am 7. November in Düsseldorf entgegen. (APA, dpa, 1.7.2016)

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