Istanbul-Attentäter sollen aus Usbekistan, Kirgistan und Dagestan stammen

30. Juni 2016, 13:44
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Nach Angaben der türkischen Regierung – 44 Tote – Mehr Ausländer unter Opfern als angenommen

Istanbul/Moskau – Bei den Selbstmordattentätern vom Atatürk-Flughafen in Istanbul soll es sich um einen Usbeken, einen Kirgisen und einen russischen Staatsbürger handeln. Das wurde am Donnerstag von einem türkischen Regierungsvertreter bestätigt. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, der Russe stamme aus der Teilrepublik Dagestan.

Die türkische Regierung verdächtigt die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), hinter dem Angriff vom Dienstagabend zu stecken. Die russische Regierung bestätigte die Beteiligung eines Attentäters mit russischer Staatsbürgerschaft zunächst nicht. "Wir haben keine Informationen über die mögliche Beteiligung eines russischen Staatsbürgers", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax. Usbekistan, Kirgistan und Dagestan sind überwiegend muslimisch und gehörten einst zur Sowjetunion. Zahlreiche Extremisten aus dem Kaukasus und aus Zentralasien haben sich dem IS in Syrien und dem Irak angeschlossen.

44 Tote, mehr Ausländer unter Opfern als angenommen

Die Zahl der getöteten Ausländer beim Anschlag ist höher als bisher bekannt, 19 seien getötet worden, sagte der türkische Innenminister Efkan Ala nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag in Ankara. Ingesamt sollen damit 44 Menschen ums Leben gekommen sein. Zusätzlich starben die drei Selbstmordattentäter. Fast 240 Menschen wurden verletzt, Berichte über Österreicher unter den Todesopfern gibt es nicht. (APA, Reuters, 30.6.2016)

  • Begräbnis eines Opfers der Anschläge.
    foto: afp photo / bulent kilic

    Begräbnis eines Opfers der Anschläge.

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