Außenhandelsdefizit steigt auf zwei Milliarden Euro

30. Juni 2016, 12:16
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Exporte und Importe erhöhten sich um 2,7 und 2,8 Prozent auf 131,5 beziehungsweise 133,5 Milliarden Euro

Wien – Österreichs Warenhandel mit der restlichen Welt hat sich 2015 spürbar belebt: Die Exporte legten gegenüber dem Jahr davor um 2,7 Prozent auf 131,54 Mrd. Euro zu, die Importe um 2,8 Prozent auf 133,53 Mrd. Euro. Das Außenhandelsdefizit vergrößerte sich in der Folge im Jahresabstand von 1,74 auf 1,99 Mrd. Euro, wie aus den endgültigen Daten der Statistik Austria von heute, Donnerstag, hervorgeht.

Dabei konnte Österreich sein Defizit im Warenaustausch mit den anderen EU-Mitgliedsländern von rund 4,3 auf 3,2 Mrd. Euro merklich verkleinern. Allerdings halbierte sich gleichzeitig auch der Überschuss, der mit Ländern außerhalb der Europäischen Union erzielt wurde, von rund 2,6 auf 1,2 Mrd. Euro.

30 Prozent mit dem Rest der Welt

Rund 70 Prozent des heimischen Außenhandels werden mit der EU abgewickelt, 30 Prozent mit der restlichen Welt. Das wichtigste Handelsprodukt – sowohl bei den Ausfuhren als auch bei den Einfuhren – waren auch im Vorjahr "Maschinen und Fahrzeuge" mit einem Exportanteil von 39,8 Prozent und einem Importanteil von 34,1 Prozent.

Die meisten österreichischen Waren gingen mit einem Ausfuhranteil von 30 Prozent nach Deutschland. Mit deutlichem Abstand dahinter folgten die USA (fast sieben Prozent), Italien (6,3 Prozent), die Schweiz (5,4 Prozent) und Frankreich (4,5 Prozent).

Meiste Importe aus Deutschland

Im Gegenzug kamen die meisten Produkte, die nach Österreich geliefert wurden, aus Deutschland (fast 37 Prozent). Fast gleichauf, aber weit dahinter, rangierten die Importe aus Italien und China mit einem Anteil von 6,1 bzw. 6 Prozent. Zu den fünf wichtigsten Lieferländern gehörten weiters die Schweiz (mit einem Einfuhranteil von 5,6 Prozent) und die Tschechische Republik (4,2 Prozent).

Infolge der wechselseitigen Sanktionen zwischen der EU und Russland wegen der politischen Kontroversen um die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch die Russen und den Konflikt in der Ostukraine rutschte Russland 2015 auf Platz 16 der wichtigsten österreichischen Exportmärkte ab – 2014 lag das Land noch auf Platz 11. Die heimischen Ausfuhren nach Russland brachen im abgelaufenen Jahr um 38 Prozent auf 1,98 Mrd. Euro ein; die Einfuhren von dort stiegen indes um 6,2 Prozent auf 2,44 Mrd. Euro – das entsprach einem Anteil an allen Lieferungen nach Österreich von 1,8 Prozent; der österreichische Exportanteil in Richtung Russische Föderation lag bei rund 1,5 Prozent. (APA, 30.6.2016)

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