ProSiebenSat.1 bekräftigt Wachstumsziele trotz Brexit-Risiken

30. Juni 2016, 11:30
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Fernsehkonzern erwartet keine spürbaren Belastungen

Unterföhring – Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 erwartet im Zuge des Ausstiegs von Großbritannien aus der Europäischen Union keine spürbaren Belastungen. "Trotz der makroökonomischen Unsicherheit, die durch den Brexit entsteht, bestätigen wir unseren Unternehmensausblick", sagte Vorstandschef Thomas Ebeling am Donnerstag auf der Hauptversammlung in München laut Redetext.

Ebeling warnt vor möglichen Risiken

Angesichts der Abhängigkeit des Konzerns von den Werbeausgaben der Wirtschaft warnte Ebeling aber vor möglichen Risiken für das eigene Geschäft. "Die makroökonomische Unsicherheit, die hier für den europäischen Wirtschaftsraum insgesamt entsteht, können wir nicht einfach vom Tisch wischen."

Fünf Tochtergesellschaften auf britischem Boden

Ein konkretes Risiko für ProSiebenSat.1 sehe er jedoch nicht, da der Anteil der Erlöse aus Großbritannien am Konzernumsatz sehr klein sei. Dort sind lediglich fünf von 17 Tochtergesellschaften der TV-Produktionssparte angesiedelt. Das Sender- und das Digitalgeschäft sind dort nicht vertreten.

Umsatzplus von mehr als zehn Prozent erwartet

Der Konzern, der im März als erstes deutsches Medienunternehmen in den DAX aufgestiegen war, erwartet im laufenden Jahr ein Umsatzplus von mehr als zehn Prozent und operativ einen Gewinnanstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Auch die Wachstumsziele bis 2018 mit einem Umsatzanstieg auf 4,2 Mrd. Euro von zuletzt 3,3 Mrd. Euro und einem deutlichen Gewinnanstieg wiederholte Ebeling am Donnerstag. (APA, 30.6.2016)

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