Syrien: Hilfskonvois erreichen belagerte Orte

29. Juni 2016, 15:52
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Mindestens 20.000 Menschen in Samalka und Irbin von Regimetruppen eingeschlossen

Damaskus – Zum ersten Mal nach fast vier Jahren hat ein Hilfskonvoi zwei von der syrischen Armee belagerte Orte östlich von Damaskus erreicht. 37 Lastwagen hätten Nahrung, Medizin und andere humanitäre Hilfe für 20.000 Menschen nach Samalka und Irbin gebracht, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Mittwoch mit.

Die beiden Orte werden Aktivisten zufolge seit November 2012 von der syrischen Armee belagert. Mit dem Konvoi haben jetzt nach UN-Angaben alle 18 belagerten Gebiete in Syrien Hilfe erhalten. Die Transporte für Samalka und Irbin hatten sich in den vergangenen Wochen immer wieder verzögert, weil es einen Streit zwischen der UNO und der syrischen Regierung darüber gab, wie viele Menschen in den beiden Orten leben. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Einwohner auf 40.000.

Die syrische Opposition hat Hilfe für belagerte Gebiete zur Voraussetzung für die Wiederaufnahme der ausgesetzten Genfer Friedensgespräche gemacht. Samalka und Irbin gehören zu den Orten, die 2013 von einem Giftgasangriff getroffen wurden, bei dem rund 1400 Menschen ums Leben kamen. Der Westen und die Opposition machten dafür das Regime verantwortlich, das den Vorwurf jedoch stets zurückwies. (red, APA, dpa, 29.6.2016)

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