Sony setzt auf Computerspiele und Roboter als Umsatztreiber

29. Juni 2016, 10:42
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Geschäft mit Bildsensoren für Smartphones wird immer schwächer

Computerspiele und eine Brille für Erlebnisse aus der virtuellen Realität sollen Sony im kommenden Geschäftsjahr die Kassen füllen. Dagegen trete das Geschäft mit Bildsensoren für Smartphones immer mehr in den Hintergrund, teilte der japanische Elektronik-Riese am Mittwoch mit. Zugleich kündigte Sony an, nach einem Jahrzehnt wieder einen Roboter auf den Markt bringen zu wollen. Das angepeilte Umsatzplus bei Spielangeboten sorge dafür, die Nachfrageschwäche für Bildsensoren beim Ergebnis auszugleichen. Das Ziel für den operativen Gewinn im kommenden Geschäftsjahr 2017/18 könne daher mit umgerechnet 4,4 Milliarden Euro beibehalten werden.

Schlechtere Geschäfte mit Bildsensoren

Der Geschäftszweig mit Bildsensoren zahlt sich damit für die Japaner immer weniger aus. Bereits im vergangenen Jahr war auf die Sparte eine Sonderabschreibung von fast einer halben Milliarde Euro notwendig. Für das kommende Jahr schraubt Sony die Erwartungen für den Bereich an der Spitze um rund vier Milliarden Euro zurück und rechnet nur noch mit Umsätzen zwischen umgerechnet 8,8 Milliarden und knapp 9,3 Milliarden Euro. Dagegen soll der Verkauf von Spielen, das PlayStation-Netzwerk und der für Oktober geplante Verkaufsstart der Computerbrille für Effekte aus der Virtuellen Realität bis zu 16,8 Milliarden Euro in die Kassen spülen. Ursprünglich hatte Sony für die Sparte nur Umsätze von bis 14,1 Milliarden Euro eingeplant.

Anleger zeigten sich davon erfreut, dass Konzernchef Kazuo Hirai auf neue Technologien wie die Virtuelle Realität oder Künstliche Intelligenz setzt. Sony-Aktien legten fast fünf Prozent zu. (Reuters, 29.6.2016)

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Sony

  • Sony will die Nachfrageschwäche für Bildsensoren durch Computerspiele und Roboter ausgleichen.
    foto: afp photo / kazuhiro nogi

    Sony will die Nachfrageschwäche für Bildsensoren durch Computerspiele und Roboter ausgleichen.

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