Mit Smartphone und Tablet strahlungsarm in den Urlaub

29. Juni 2016, 08:00
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Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz gibt Tipps für den gesunden Gebrauch elektronischer Geräte im Urlaub

Ob für einen Schnappschuss, der vom Strand an die Lieben daheim geschickt wird oder für das Navigieren im Urlaubsland – das Smartphone ist für viele ein unverzichtbarer Reisebegleiter. Auch telefonieren mit dem Handy ist im Ausland längst kein Problem mehr. Sich dabei kurz zu halten, schont nicht nur die Geldbörse sondern auch die Gesundheit, heißt es vom deutschen Bundesamt für Strahlenschutz. Damit Sprach- und Datenübertragung funktionieren, sendet das Handy hochfrequente elektromagnetische Felder aus. Beim Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung passiert das direkt am Kopf.

Nach heutigem Wissen ist das für den Menschen zwar nicht schädlich, wenn die Grenzwerte eingehalten werden, dennoch sollten Smartphone-Nutzer darauf achten, dass die Belastung mit Mobilfunkstrahlung so niedrig wie möglich bleibt. So kann auch Risiken vorgebeugt werden, die heute möglicherweise noch unbekannt sind. Auf den Komfort des Handys muss man dabei nicht verzichten.

bundesamt für strahlenschutz
Wie Mobilfunk überhaupt funktioniert und was man über seine Wirkung auf den Menschen weiß, erklärt ein Video des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

Für Reisenden (und Daheimgebliebene) gibt das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Empfehlungen für den Umgang mit Handy und Smartphone:

Die elektromagnetischen Felder, die beim Telefonieren mit Handys in Körpernähe auftreten, sind im Allgemeinen sehr viel stärker als die Felder, denen man beispielsweise durch benachbarte Mobilfunkbasisstationen ausgesetzt ist. Die Empfehlungen des BfS beziehen sich deswegen auf die Benutzung von Handys, Smartphones und Tablets.

  • Wer die Wahl zwischen Festnetz und Handy hat, sollte sich für das Festnetztelefon entscheiden.
  • Telefonate mit dem Handy oder Smartphone sollten möglichst kurz sein.
  • Durch das Verwenden eines Headsets können schädliche Strahlungen reduziert werden.
  • Auf Telefonieren bei schlechtem Empfang, wie zum Beispiel im Auto ohne Außenantenne, sollte verzichtet werden.
  • Empfohlen werden Handys oder Smartphones, bei denen der Kopf möglichst geringen Mobilfunkfeldern ausgesetzt ist. Je niedriger der sogenannte SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) des Handys ist, desto besser. Die SAR-Werte von Handy-Modellen können unter bfs.de/sar-werte-handy oder in der Gebrauchsanweisung des Telefons nachgelesen werden.
  • Wer sein Handy oder Smartphone am Körper trägt, sollte auf den vom Hersteller angegebenen Mindestabstand achten.
  • Textnachrichten sind weniger schädlich als Anrufe, weil das Handy dabei nicht direkt neben dem Kopf gehalten wird.
  • Im Internet surfen und E-Mails abrufen sollte man möglichst nur bei gutem Empfang oder über WLAN. Bei WLAN ist die Sendeleistung in der Regel niedriger als bei den Mobilfunkstandards UMTS, GSM oder LTE.
  • E-Mails sollten nur bei Bedarf manuell abgerufen werden.
  • Während eines Telefongesprächs sollte der Abruf von E-Mails vermieden werden. Wer seine persönliche Strahlenbelastung besonders gering halten möchte, sollte den Hintergrunddatenverkehr abschalten.

Empfehlungen für Kinder

Kinder befinden sich noch in der Entwicklung und könnten deshalb gesundheitlich empfindlicher reagieren als Erwachsene. Das BfS empfiehlt daher, Handytelefonate bei Kindern so weit wie möglich einzuschränken.

Auf Smartphones von Kindern sollte die "Datenverbindungen über Mobilfunk" deaktiviert sein. Damit ist das Kind telefonisch erreichbar und kann offline spielen. Wer unbedingt auf dem Smartphone oder Tablet online spielen will, sollte das über eine WLAN-Verbindung tun. (red, 29.6.2016)

Die Forschungslage zur Schädlichkeit von Handy-Strahlung ist uneindeutig. Bisher gibt es keine Langzeitstudien zu diesem Thema. Um eine potenzielle Gesundheitsgefährdung auszuschließen, empfehlen jedoch viele Organisationen und Einrichtungen Vorsorgemaßnahmen.

Weitere Informationen:

Bundesamt für Strahlenschutz

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  • Ein Headset, guter Empfang oder eine WLAN-Verbindung können die hochfrequenten elektromagnetischen Felder, die von Handys ausgesendet werden, in Schach halten.
    foto: apn

    Ein Headset, guter Empfang oder eine WLAN-Verbindung können die hochfrequenten elektromagnetischen Felder, die von Handys ausgesendet werden, in Schach halten.

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