Lebensmittelsicherheit: Beanstandungen sinken weiterhin

28. Juni 2016, 11:56
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Meist wegen Kennzeichnungsmängeln und irreführenden Angaben – Rund 72.000 Betriebskontrollen

Wien – Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) hat am Dienstag dem Ministerrat den Lebensmittelsicherheitsbericht für das Vorjahr vorgelegt. Mehr als 29.000 Proben wurden von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und den Lebensmitteluntersuchungsanstalten der Länder Wien, Kärnten und Vorarlberg begutachtet. Bei 24.255 Proben (83,4 Prozent) gab es keinen Grund zur Beanstandung.

Als gesundheitsschädlich wurden 93 Proben (0,3 Prozent) beurteilt, 978 Proben (3,4 Prozent) wurden als für den menschlichen Verzehr ungeeignet beziehungsweise für den bestimmungsgemäßen Gebrauch ungeeignet bewertet. Die häufigsten Beanstandungsgründe waren Kennzeichnungsmängel und irreführende Angaben bei 2.616 Proben (9,0 Prozent). 1.161 Proben (4,0 Prozent) wurden aus diversen anderen Gründen (wie etwa Verstoß gegen die Hygieneverordnung) beanstandet.

Im Jahr 2015 erfolgten von den Lebensmittelaufsichtsbehörden rund 72.000 Betriebskontrollen. Das waren um 2.410 Betriebe mehr als im Vorjahr. Insgesamt wiesen 8,5 Prozent der kontrollierten Betriebe Verstöße auf. Das sind um 396 weniger Betriebe mit Mängeln im Vergleich zu 2014.

Rückgang bei Hygienemängeln

"Essen und Trinken sind lebensnotwendig und selbstverständlicher Teil unseres Alltags. Daher ist die Sicherheit unserer Lebensmittel ganz besonders wichtig für die Gesundheit der Menschen", sagte Oberhauser. "Es freut mich besonders, dass, wie der Bericht zeigt, die Zahl der Lebensmittelbetriebe mit Verstößen im Vergleich zum Vorjahr 2014 geringer war. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang bei den Hygienemängeln zurückzuführen. Auch die Zahl der gesundheitsschädlichen Proben ist weiterhin gleichbleibend auf niedrigem Niveau", meinte die Gesundheitsministerin.

Die Sicherheit von Lebensmitteln, Verpackungsmaterial, Spielzeug und Kosmetik ist im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz geregelt. Es handelt sich dabei um harmonisiertes EU-Recht, kontrolliert wird jedoch national, in Österreich in mittelbarer Bundesverwaltung in Verantwortung der Landeshauptleute, koordiniert durch das Gesundheitsressort. (APA, 28.6.2016)

  • Lebensmittel in Österreich sind weitgehend nicht gesundheitsschädlich.
    foto: ap photo/fabian bimmer

    Lebensmittel in Österreich sind weitgehend nicht gesundheitsschädlich.

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