Britische Aktien nach Brexit-Votum nur mehr drei Prozent im Minus

28. Juni 2016, 10:34
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Kaum Kursverlierer nach Handelsstart – Soros-Wette schadet Deutscher Bank vorerst nicht

Frankfurt am Main/London – Das Auf und Ab an den britischen Börsen geht wenige Tage nach dem Brexit-Votum weiter. War der FTSE 100, der die 100 größten börsennotierten britischen Unternehmen umfasst, am Montag noch unter die 6.000-Punkte-Marke gefallen, so kletterte er am Dienstag wieder deutlich darüber. Um 10.30 Uhr stand der Index mehr als zwei Prozent im Plus. Im Vergleich zu Donnerstagfrüh, als noch über den Brexit abgestimmt wurde, steht der FTSE 100 nur drei Prozent im Minus.

Die europäischen Leitbörsen zeigten sich am Dienstagvormittag durchwegs mit fester Tendenz. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10 Uhr mit plus 2,57 Prozent oder 69,23 Punkten bei 2.766,67 Einheiten. Der Dax stieg um 2,11 Prozent oder 195,73 Punkte auf 9.464,39 Punkte.

Anhaltende Unsicherheit

Nachdem die Tokioter Börse am Dienstag bereits befestigt aus dem Handel gehen konnte, zeigten sich die europäischen Leitbörsen kurz nach dem Handelsstart ebenfalls wieder mit sehr klar positiver Tendenz, die Talfahrt nach dem Referendum scheint vorerst gestoppt. Marktbeobachter warnen allerdings vor der anhaltenden Unsicherheit, da noch nicht klar ist, wie ein Austritt Großbritanniens in der Praxis umgesetzt werden kann.

Zunächst gab es am Dienstag in den europäischen Leitindizes kaum Kursverlierer. Lediglich die Goldkonzerne Fresnillo (minus 0,47 Prozent) und Randgold (minus 0,68 Prozent) im Londoner FT-SE-100 verzeichneten Kursverluste. Den Euro-Stoxx-50 führten mit Intesa Sanpaolo (plus 4,71 Prozent), Axa (plus 4,69 Prozent) und Unicredit (plus 5,66 Prozent) Finanzwerte an. (APA, 28.6.2016)

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