Mehr Frauen in Leitungsfunktionen des Bundesdienstes

28. Juni 2016, 10:16
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Dass die Quote wirkt, zeigt der Gender-Controlling-Bericht, sagt SP-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. Im Bundesdienst liegt Frauenanteil bei 41,7 Prozent

Wien – Der Frauenanteil in Leitungsfunktionen des Bundesdienstes steigt weiter. Mit Beginn des heurigen Jahres waren 34,5 Prozent der höchsten besoldungsrechtlichen Einstufungen an Frauen vergeben. Vor einem Jahr ist dieser Anteil noch bei 34,1 Prozent gelegen. Im Vergleich dazu ist der Frauenanteil in der Geschäftsführung der 200 umsatzstärksten Privat-Unternehmen derzeit nur 7,2 Prozent.

"Der Bericht zeigt deutlich, dass die Quote wirkt", sagt SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. "Wir brauchen Quoten auch in der Privatwirtschaft, nur so können wir endlich Gleichstellung in allen Bereichen erreichen."

Öffentlicher Dienst soll alle Gruppen repräsentieren

"Bei gleicher Eignung einer weiblichen Kandidatin und eines männlichen Kandidaten wird die weibliche Bewerberin vorgezogen, sofern weniger als 50 Prozent Frauen in diesem Bereich beschäftigt sind. Das ist gut so, denn wir sehen den öffentlichen Dienst als Abbild der Gesellschaft, der alle Gruppen adäquat repräsentiert", sagt Staatssekretärin Muna Duzdar nach der Präsentation des Berichts.

"Auch wenn schon viel erreicht worden ist und die Zahlen eine deutliche Verbesserung zeigen, muss die Förderung weiter vorangetrieben werden", betont Duzdar.

Insgesamt sind im Bundesdienst derzeit 41,7 Prozent Frauen beschäftigt. Dies geht aus dem jährlich erstellten Gender-Controlling-Bericht hervor, den das Bundeskanzleramt am Dienstag dem Ministerrat vorgelegt hat. Vor einem Jahr war der Frauenanteil im Bundesdienst noch bei 41,4 Prozent gelegen.

Bemerkenswert ist, dass der Frauenanteil in Leitungsfunktionen in den letzten Jahren deutlich stärker gestiegen ist als im Bundesdienst allgemein. Seit 2006 ist der Frauenanteil in den höchsten besoldungsrechtlichen Stufen (von Sektionschefinnen über Leiterinnen von Abteilungen und kleinerer nachgeordneter Dienststellen bis zu Sachbearbeiterinnen in höherer Verwendung) um 6,8 Prozentpunkte in die Höhe geklettert, im Bundesdienst insgesamt um drei Prozentpunkte. (APA, red, 28.6.2016)

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