Grazer Kunsthistoriker Werner Fenz 72-jährig in Graz gestorben

27. Juni 2016, 15:49
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Ehemaliger Leiter des Grazer Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark verstarb am vergangenen Freitag

Graz/Wien – Der Grazer Kunsthistoriker, Ausstellungskurator und langjährige Leiter des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum, Werner Fenz, ist tot. Wie die Witwe am Montag bekannt gab, ist Fenz (geb. 1944) bereits am 24. Juni nach kurzer, schwerer Krankheit in Graz verstorben. Die Verabschiedung werde auf Wunsch des Verstorbenen und seiner Angehörigen im engsten Familienkreis stattfinden.

Der für das Fach Neueste Kunstgeschichte habilitierte Kunsthistoriker war ab dem Jahr 1969 wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 1993 bis 1997 Direktor der Neuen Galerie am Universalmuseum Joanneum in Graz. Bekannt wurde Fenz durch zahlreiche von ihm kuratierte Kunstprojekte im öffentlichen Raum. So unter anderem "Bezugspunkte 38/88" zum Anschluss Österreichs an Nazideutschland, gezeigt im "steirischen herbst" 1988 in Graz, die Ausstellung "ArgusAuge am Königsplatz in München 1991 oder die Ausstellung "KunstHeimatKunst", die nach Antwerpen zwischen 1992 und 1994 u.a. auch in Baden (CH), Berlin, Graz, Kapstadt, St. Petersburg und Tokio zu sehen war.

Vielfältige Tätigkeit

Werner Fenz war mehrmals Mitglied des Bundesbeirats für Fotografie. Er gehörte der steirischen Kunst-und-Bau-Jury an sowie der Kunstjury für das Projekt LKH 2000 in Graz an und war im niederösterreichischen Gutachtergremium für Kunst im öffentlichen Raum und für die künstlerische Gestaltung des Regierungsviertels der neuen Landeshauptstadt St. Pölten verantwortlich.

Von 2006 bis 2009 leitete Fenz das Künstlerhaus Graz, gleichzeitig war er bis 2011 Leiter des steirischen Instituts für Kunst im öffentlichen Raum. Werner Fenz war Herausgeber zahlreicher Publikationen, u.a. der Publikationsreihe "Kunst im öffentlichen Raum Steiermark/ Art in Public Space Styria". Er hatte seit dem Jahr 1970 einen Lehrauftrag für Kunstgeschichte an der Kunstgewerbeschule Graz und unterrichtete seit 1976 an der Pädagogischen Akademie der Diözese Graz-Seckau. Seit 1979 war er auch am Institut für Kunstgeschichte der Universität Graz als Dozent für Neueste Kunstgeschichte tätig. Fenz hinterlässt seine Ehefrau und einen Sohn. (APA, 27.6.2016)

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