Die coolsten "Büro-Hacks": Geheimraum bis Platten-Raspberry-Pi

27. Juni 2016, 11:11
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Das Start-up Envoy zeigt in seinem Podcast kreative und effiziente Ideen für Büros

Das Googleplex ist für viele der Inbegriff des Nerd-Büros. Fahrräder für Mitarbeiter, Stationen für Power-Napping, mehrere Lokale mit kostenloser Verpflegung, Sportplätze und sogar ein Dinosaurier-Skelett hat das Hauptquartier des Internetkonzerns zu bieten. Generell dürfte es in der IT-Branche einen Trend zu kreativ gestalteten Arbeitsplätzen und "Büro-Hacks" geben, die aus langweiligen Konferenzräumen Abenteuerspielplätze machen. Das Start-up Envoy berichtet in seinem Podcast über die besten dieser Hacks.

Start-up eines Ex-Googlers

Envoy hat einen guten Einblick in die Büros der Szene. Das Unternehmen entwickelt Software zur Besucherregistrierung, die sich speziell an Start-ups richtet. Gegründet wurde es von Larry Gadea, der bereits mit 18 Jahren von Google entdeckt wurde, nachdem er ein Plugin für die Desktop-Suche programmiert hatte.

Im Podcast "Office Hacks" stellt Envoy nicht nur die besten Ideen vor, Arbeitsplätze effizienter und kreativer zu gestalten, sondern liefert auch gleich die jeweilige Anleitung dafür mit, wie der "Business Insider" berichtet. Hier sind fünf ausgewählte Beispiele für clevere und spielerische Hacks:

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Ein geheimes Zimmer

Beim Website- und E-Commerce-Dienst Weebly findet man etwas, das man eher in Superhelden- oder Agentenfilmen vermuten würde: ein Geheimraum hinter einem Bücherregal. In den Raum gelangt man, wenn man ein bestimmtes Buch – "The More Than Complete Hitchhikers Guide" von Douglas Adams – bewegt. Mitarbeiter können sich bei "mentalen Blockaden" dorthin zum Poker- oder Schachspielen zurückziehen oder einen Drink an der gut bestückten Bar genehmigen.

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Der Toiletten-Hack

Die Podcast-Plattform Stitcher hat es mit einem etwas praktischeren Hack in Envoys Liste geschafft. Dort gibt es Büros über zwei Stockwerke, aber nur eine Toilette. Mitarbeiter des oberen Stockwerks mussten früher extra runterlaufen, um zu sehen, ob das WC gerade frei ist. Die simple Lösung: man hat eine Alarmanlage so umgebaut, dass sie nun anzeigt, ob die Toilette besetzt ist.

foto: envoy

Ein Abwaschspiel

In jedem Büro mit mehreren Mitarbeitern gibt es einen Ort, an dem man immer wieder auf optisches und olfaktorisches Grauen stößt: die Küche. Wenn sich auf angepatzten Tellern oder am Tisch vergessener Milch neue Lebensformen bilden, ist es nicht einfach jemanden zu finden, der sich dafür opfert den Geschirrspüler einzuräumen. Bei Backup-Spezialisten Spanning hat man daraus ein Spiel gemacht. Mitarbeiter können Punkte sammeln, wenn sie beispielsweise den Geschirrspüler einräumen, frischen Kaffee aufsetzen oder etwa Küchenrolle nachkaufen. Jeden Monat wird der Gewinner gekürt. Das Game "Kitchen Hero or Zero?" wurde inzwischen auch veröffentlicht.

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Raspberry Pi goes Vinyl

Ob man bei der Arbeit Musik hören möchte oder Ruhe braucht, ist Angelegenheit jedes einzelnen Mitarbeiters. Bei Mozilla hat man für die Musikfans eine stilvolle Lösung gefunden. Der Mozilla Hi Fi Raspberry Pi ist ein Plattenspieler, der die Musik über einen Raspberry Pi auf die Computer der Mitarbeiter streamt.

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Mikrowelle der Schande

Wie bringt man Mitarbeiter dazu, gesundes Essen frisch in der Küche zuzubereiten anstatt sich Fertigmenüs schnell in der Mikrowelle aufzuwärmen? Man stellt die Mikrowelle auf ein Podest mitten in den Raum. Diese "Mikrowelle der Schande" hat man beim Digital-Printing-Start-up Social Print Studio aus San Francisco eingeführt. Wer sich ein Fertiggericht aufwärmen will, muss das vor den anderen Mitarbeitern machen. Und nicht nur das: eine Webcam streamt das Ganze auch noch live ins Internet. Laut Envoy ist der Plan aufgegangen, die Mikrowelle wird selten benutzt. (red, 27.6.2016)

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