EZB: Londoner City riskiert Verlust von "EU-Pass"

26. Juni 2016, 13:20
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Französisches EZB-Ratsmitglied: Kein ungehinderter Zugang mehr zu EU-Kapitalmärkten bei EU-Austritt

Frankfurt – Das Londoner Finanzzentrum dürfte nach Ansicht des französischen EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau nach einem britischen Austritt aus der EU den sogenannten EU-Pass verlieren. Dieser ermöglicht in London beheimateten Banken den ungehinderten Zugang zu den Kapitalmärkten der EU.

Sollte Großbritannien den gemeinsamen Markt verlassen, werde es diesen Pass nicht behalten können, sagte der französische Notenbankchef dem Hörfunksender France Inter am Samstag.

Es gebe mit Norwegen zwar einen Präzedenzfall, der auch Großbritannien den Zugang zum gemeinsamen Markt sichern könnte, sagte Villeroy. Norwegen halte als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums aber alle EU-Regeln ein. "Es wäre schon etwas paradox, die EU zu verlassen und gleichzeitig alle EU-Regeln anzuwenden. Aber das ist eine Lösung, wenn Großbritannien den Zugang zum gemeinsamen Markt behalten möchte", sagte Villeroy. (APA, 26.6.2016)

  • Der "EU-Pass" ermöglicht in London beheimateten Banken den ungehinderten Zugang zu den Kapitalmärkten der EU.
    foto: reuters / vera

    Der "EU-Pass" ermöglicht in London beheimateten Banken den ungehinderten Zugang zu den Kapitalmärkten der EU.

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