US-Grenzschutz will bei Einreise Namen von Online-Präsenzen

25. Juni 2016, 12:50
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Bei Einreise müssen Nicht-US-Bürger etwa Twitter- oder Instagram-Name angeben

Geht es nach dem US-Grenzschutz, müssen bei einer Einreise bald sämtliche Online-Präsenzen angeführt werden. Dies wurde kürzlich beantragt, um etwa den Twitter-Name oder Instagram-Account einsehen zu können. In dem Antrag ist zwar die Rede davon, dass die Information nicht verpflichtend sei, trotzdem wird man klar angewiesen, diese Daten bereitzustellen.

Für weitere Recherchen verwendet

Das Formular, das jeder Nicht-US-Bürger bei der Einreise in die Vereinigten Staaten auszufüllen und abzugeben hat, soll demnach mit der Aufforderung ausgeweitet werden, sämtliche Online-Präsenzen anzuführen. Aus dem Antrag der US-Behörde geht nicht hervor, was danach mit diesen Informationen geschieht, allerdings sollen diese für etwaige Recherchen verwendet werden.

Die Öffentlichkeit kann nun Einspruch gegen das Vorhaben erheben, bevor es formal angedacht wird. Grund für die Änderung könnte der Terroranschlag in San Bernardino sein, bei dem 14 Menschen getötet und 21 weitere verletzt wurde. Der Terrorist hatte zuvor Privatnachrichten an Freunde verschickt, in denen er Gewalttaten diskutierte. Diese wurden allesamt versendet, bevor dem Mann das Visum ermöglicht wurde. Der US-Grenzschutz sah sich daraufhin größerer Kritik ausgesetzt, allerdings hätte man wohl auch mit dem Screen-Namen des Terroristen das Attentat nicht verhindern können. (red, 25.06.2016)

  • Ronald Vitiello, Chef des US-Grenzschutzes, will bei der Einreise von Nicht-US-Bürgern die Namen der Online-Auftritte einkassieren.
    foto: getty/mark wilson

    Ronald Vitiello, Chef des US-Grenzschutzes, will bei der Einreise von Nicht-US-Bürgern die Namen der Online-Auftritte einkassieren.

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