Deutscher Geheimdienst nutzt System zur Gesichtserkennung

25. Juni 2016, 10:36
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Damit sollen Extremisten und Spione enttarnt werden – Trefferquote etwa 70 Prozent

Der deutsche Inlandsgeheimdienst nutzt Systeme zur automatischen Gesichtserkennung mutmaßlicher Extremisten und ausländischer Spione. Die Software werde "in Analyseanwendungen mit dem Ziel der Personenidentifizierung" eingesetzt, zitiert das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aus einer als vertraulich eingestuften Antwort der deutschen Regierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken.

Nutzungsumfang unklar

Mit Hilfe dieser Systeme versuche das Bundesamt für Verfassungsschutz, Personen auf Fotos, in Überwachungsvideos und in Filmen aus sozialen Netzwerken zu erkennen, etwa in Propaganda-Videos der Terrormiliz Islamischer Staat. Wo genau und wie erfolgreich der Verfassungsschutz die Programme einsetze, sei unklar.

Trefferquote von 70 Prozent

Kommerzielle Anbieter, etwa die russische Firma FindFace, hätten nach Analysen von US-Forschern bereits Trefferquoten von etwa 70 Prozent. Man beobachte den Markt für solche Systeme "regelmäßig mit dem Ziel der Verbesserung", zitiert der "Spiegel" aus der Antwort der Bundesregierung. (APA, 25.06.2016)

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