Handytarife nach Brexit: Höhere Kosten für Reisende möglich

24. Juni 2016, 17:44
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Das für 2017 geplante EU-weite Ende der Roaming-Kosten muss Großbritannien theoretisch nicht mehr umsetzen

Sobald Großbritannien nicht mehr Teil der EU ist, könnten für Reisende dort die Mobilfunkkosten steigen. Das für 2017 geplante EU-weite Ende der Roaming-Kosten muss Großbritannien theoretisch nämlich nicht mehr umsetzen.

Unklar

Zu der Frage, wie Großbritannien nach dem Austritt aus der Europäischen Union tariflich behandelt werden könnte, wollten sich die großen Mobilfunkanbieter wie Vodafone oder die Deutsche Telekom zunächst nicht äußern. Was passieren kann, zeigen die Beispiele anderer europäischer Nicht-EU-Länder wie der Schweiz oder Norwegen. Diese gruppieren viele Mobilfunkanbieter derzeit trotzdem in den Euro-Tarif ein – manche aber auch nicht.

Roaming seit 1. Mai billiger

Innerhalb der EU sanken mit 30. April die Roaming-Gebühren – diese gelten derzeit auch in Großbritannien. Mobilfunkbetreiber nehmen nur noch geringe Aufschläge auf die gebuchten Inlandstarife: netto maximal 5 Cent pro Minute für Anrufe, 2 Cent pro SMS oder 5 Cent pro Megabyte bei der Internetnutzung. Ankommende Anrufe kosten höchstens 1,2 Cent pro Minute zusätzlich. Dabei darf die Summe aus Inlandspreis plus Roaming-Aufschlag folgende Höchstbeträge nicht überschreiten: netto 19 Cent pro Minute für abgehende Anrufe und 5 Cent für eingehende Anrufe, 6 Cent für SMS und 20 Cent pro Megabyte. Je nach Tarif könnte dadurch insbesondere der SMS-Versand aus dem Ausland teils sogar günstiger ausfallen als im Inland. (APA, red, 24.6.2016)

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    foto: reuters
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