Thyssenkrupp – Stahl-Betriebsrat befürchtet Standortschließungen

23. Juni 2016, 17:07
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Betriebsrat kennt bisher aber keine konkreten Pläne für Einsparungen

Essen – Der Betriebsrat der Stahlsparte der deutschen Firma Thyssenkrupp hat vor möglichen Standortschließungen gewarnt. Hintergrund sei die anhaltende Diskussion über eine mögliche Konsolidierung in der Branche, berichtete der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel Europe, Günter Back, am Donnerstag in Duisburg.

Zuvor hatte der Betriebsrat die Beschäftigten über die aktuelle Situation informiert. Den Arbeitnehmervertretern seien bisher aber noch keine konkreten Pläne vorgelegt worden, sagte Back.

Schutz bis 2020

Auch über einen Sozialplan für den möglichen Abbau von Mitarbeitern sei bis jetzt nicht verhandelt worden. Für die rund 18.000 Beschäftigten der Stahlsparte des Essener Konzerns, der mit der österreichischen voestalpine konkurriert, gelte zudem bis 2020 ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.

Zuvor hatte das "Manager Magazin" berichtet, ein möglicher Zusammenschluss der europäischen Stahlgeschäfte von Thyssenkrupp und dem indischen Tata-Konzern sei zum Greifen nahe. Schon in wenigen Wochen könnten beide Seiten eine entsprechende Absichtserklärung vereinbaren, berichtete das Magazin, ohne genaue Quellen zu nennen. Gerüchte über die Gespräche gibt es schon seit Wochen. Thyssenkrupp wollte den Bericht auf Anfrage nicht weiter kommentieren. (APA, 23.6.2016)

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