Indonesien hielt Kabinettssitzung im Südchinesischen Meer ab

23. Juni 2016, 16:08
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"Damit soll demonstriert werden, dass der Präsident das Thema nicht auf die leichte Schulter nimmt"

Jakarta – Indonesiens Regierung hat eine Kabinettssitzung an Bord eines Kriegsschiffs in einem auch von China beanspruchten Teil des Südchinesischen Meers abgehalten. "Damit soll demonstriert werden, dass der Präsident das Thema nicht auf die leichte Schulter nimmt", sagte Sicherheitsminister Luhut Binsar Pandjaitan der "Jakarta Post" zu der Aktion vor den Natuna-Inseln am Donnerstag.

Neben einigen hochrangigen Ministern war auch Staatspräsident Joko Widodo dabei, wie die Regierung mitteilte. Die indonesische Marine hatte am vergangenen Freitag vor den Natuna-Inseln ein chinesisches Fischerboot beschossen.

Protest aus Peking

Ein Fischer wurde laut chinesischen Staatsmedien verletzt und sieben Seeleute von Indonesien in Gewahrsam genommen.

China reagierte mit scharfem Protest. Es war in diesem Jahr bereits der dritte Vorfall dieser Art. China beansprucht etwa 80 Prozent der rohstoffreichen Gewässer im Südchinesischen Meer, teils bis vor die Küsten Indonesiens, der Philippinen, Vietnams und anderer Länder. (APA, 23.6.2016)

  • Indonesiens Präsident Joko Widodo auf einem Schiff der Marine im Südchinesischen Meer.
    foto: reuters / antara foto

    Indonesiens Präsident Joko Widodo auf einem Schiff der Marine im Südchinesischen Meer.

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