So funktioniert der NBA-Draft

23. Juni 2016, 15:30
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Es ist ein Risikospiel, das Fairness bringt und Glück verlangt. Wie in allen nordamerikanischen Major Leagues regelt auch im Basketball das Draft-System den Nachschub mit Nachwuchs. Jeder der 30 NBA-Klubs darf sich in zwei Runden für je einen jungen Athleten entscheiden, der auf dem College oder international gespielt hat und zumindest 19 Jahre alt ist.

Die Reihenfolge beim Draft wird durch das Abschneiden der Teams in der vergangenen regulären Saison (ohne Playoffs) festgelegt. Da die Liga so ausgeglichen wie möglich sein soll, dürfen die schlechtesten Teams der Saison als Erstes wählen. Um zu verhindern, dass ein Klub ohne Playoff-Chance absichtlich schlecht spielt, entscheidet eine Lotterie über die exakte Setzliste der Klubs.

Vertrag und Gehalt

Wird ein Spieler im ersten Durchgang gewählt, erhält er mindestens einen Einjahresvertrag. Kommt er in Runde zwei zum Zug, gehört er drei Jahre dem Klub, hat aber keine Vertragsgarantie. Von der Platzierung hängt auch das Gehaltsschema ab.

Eingeführt wurde das System 1936 von der National Football League, mit dem hehren Ziel, den finanziell ruinösen Wettbewerb um die größten Talente zu beenden. Der erste NBA-Draft fand 1950 statt, 1985 wurde er durch die Draft-Lotterie ergänzt. Einer der besten Draft-Jahrgänge in der jüngeren Geschichte war jener von 2003 mit dem dreifachen Champion LeBron James, mit Carmelo Anthony, Chris Bosh und Dwayne Wade. (vet, 22.6.2016)

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