Grasl kündigt Konzept mit "vielen Neuerungen" an

23. Juni 2016, 15:25
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Knackpunkt für Antreten war Frage der Alleingeschäftsführung

Wien – ORF-Finanzdirektor Richard Grasl kündigt ein Bewerbungskonzept als ORF-Chef mit "vielen Neuerungen" an. Ausschlaggebend dafür, ins Rennen zu gehen, sei die Frage der Entscheidungsstruktur an der ORF-Spitze gewesen: Er wolle eine "kollektive" Entscheidungsfindung, der Amtsinhaber Alexander Wrabetz "an der Alleingeschäftsführung festhalten", so Grasl: Dies sei seine "Entscheidungsfrage" gewesen.

Alleingeschäftsführung "nicht mehr zeitgemäß"

"Da sind wir nicht zusammengekommen", daher habe er "entschieden, mich zu bewerben", erklärte Grasl im Gespräch mit Journalisten. Denn er selbst findet eine Alleingeschäftsführung nicht mehr zeitgemäß. "Es ist immer besser, wenn man wesentliche Entscheidungen in der Gruppe trifft." Auch die Struktur der Geschäftsführung will er "jedenfalls anders" anlegen.

Überhaupt plant Grasl, ein "sehr umfangreiches Programm vorzulegen". Und am 9. August will er sich bereits mit einem Team zur Wahl stellen, das sei in der Vergangenheit Usus geworden und auch sinnvoll.

Grasl hofft auf "positiven Wettbewerb"

Grasl, seit bald sieben Jahren Finanzdirektor an Wrabetz' Seite, hofft auf einen "positiven Wettbewerb, nicht gegen jemand". Er wolle die "gute Zusammenarbeit" mit dem amtierenden GD fortsetzen, versicherte er. (APA, 23.6.2016)

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