Börsengang bringt App-Firma Twilio 150 Millionen Dollar

23. Juni 2016, 13:29
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Mobilfunk- und Messagingdienste werden verknüpft – Unternehmen ist mit 1,2 Mrd. Dollar bewertet

Das Klima für Internet-Börsengänge galt zuletzt als eher schwierig. Der App-Spezialist Twilio macht jetzt der Branche Hoffnung: Die Nachfrage nach dem Aktien war so gut, dass sie zu einem höheren Preis als ursprünglich angepeilt platziert wurden.

Der App-Dienstleister Twilio, der Anwendungen mit Mobilfunk- und Messagingdiensten verknüpft, hat bei seinem Börsengang 150 Mio. Dollar (132,9 Mio. Euro) eingenommen. Dabei erreichte der Ausgabepreis der Aktien 15 Dollar, wie Twilio in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Das Unternehmen ist damit gut 1,2 Mrd. Dollar wert. Ursprünglich war für den Aktienpreis eine Spanne von 12 bis 14 Dollar vorgesehen.

Bewertungen sind unter Druck

In diesem Jahr hielten sich Technologie-Firmen bisher mit Börsengängen zurück. Die Bewertungen sind unter Druck, weil viele Geldgeber sie für überhöht halten. Auch ist die Bereitschaft zu Investitionen in Start-ups gesunken. Zuletzt konnten sie zum Teil Geld nur noch zu schlechteren Konditionen als zuvor heben.

Twilio hatte zum Ende des ersten Quartals 28.000 Kunden, dazu gehören der Online-Speicherdienst Box und den Fahrdienst-Vermittler Uber. Im vergangenen Jahr steigerte die Firma den Umsatz um 88 Prozent auf 167 Mio. Dollar. Zugleich stieg allerdings auch der Verlust von 27 auf 36 Mio. Dollar. Rund 17 Prozent des Geschäfts macht Twilio mit dem Kurzmitteilungsdienst WhatsApp.

Twilio bietet eine Plattform an, mit deren Hilfe Programmentwickler bestimmte Kommunikationsformen in ihre Apps integrieren können. Dazu gehört das Führen von Telefonaten (anrufen und angerufen werden) sowie das Senden und Empfangen von Textmitteilungen.

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