Wo und wie Österreich im Sommer urlaubt

23. Juni 2016, 14:26
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Mehr Urlaubsreisen, dafür kürzer und öfter: Sommerreisen werden häufiger innerhalb der Landesgrenzen oder in Städten verbracht. Österreichs Urlaubsgewohnheiten in drei Grafiken

Die Anzahl der Sommerurlaubsreisen der Österreicherinnen und Österreicher ist in den vergangenen zehn Jahren um ein Sechstel (17 Prozent) gestiegen. Das geht aus einer Befragung der Statistik Austria hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach zeigt sich, dass immer öfter, dafür aber kürzer verreist wird.

Fast die Hälfte der Österreicher ohne Sommerurlaub

Im Vorjahr haben die Österreicherinnen und Österreicher 6,8 Millionen Sommerurlaube gemacht. Der Anteil der Personen, die im Sommer ins In- oder Ausland verreisen, pendelt seit 2006 zwischen 58,5 und 54,1 Prozent. Der Rest fährt nicht auf Sommerurlaub.

Wer zu Hause bleibt und wer urlaubt, hängt mitunter vom Alter ab: Während bei den 15- bis 24-Jährigen der Anteil der Nichtreisenden bei 14 Prozent lag, liegt er bei über 65-Jährigen bei 44 Prozent. Sie urlauben hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen nicht.

Sommerurlaub am häufigsten in der eigenen Heimat

Am häufigsten verbringen die Österreicherinnen und Österreicher ihren Sommerurlaub innerhalb der eigenen Landesgrenzen. 46,7 Prozent sind im Vorjahr nicht ins Ausland verreist. Vor allem Kurzurlaube in einem der neun Bundesländer sind im Kommen: Sie haben in den vergangenen zehn Jahren um 48,6 Prozent zugelegt. Längere Urlaube werden seltener in Österreich verbracht (minus drei Prozent).

Kurzreisen ins Ausland sind stärker gestiegen als Hauptreisen. Die Anzahl der Sommerurlaube, die kürzer als drei Nächtigungen dauerten, ist um 29,5 Prozent gestiegen, jene längerer Auslandsreisen nur um 7,3 Prozent.

Beliebteste Ziele: Italien, Kroatien, Deutschland

Bei den beliebtesten Destinationen der Österreicherinnen und Österreicher hat es in den vergangenen zehn Jahren keine Änderungen gegeben: Italien ist vor Kroatien und Deutschland das gefragteste Auslandsziel. Griechenland, die Türkei und Fernreisen haben hingegen an Bedeutung verloren.

Weil Sommerurlaube in Österreich und seinen Nachbarstaaten dominieren, bleibt das Auto das beliebteste Verkehrsmittel zur Anreise. Zwei von drei Sommerurlauben werden mit dem Pkw angetreten. Zug- und Busreisen haben leicht an Bedeutung gewonnen (2006: 12,9 Prozent, 2015: 15,2 Prozent). (gart, fin, 23.6.2016)

Über die Befragung

Erhebung: vierteljährliche telefonische Befragung der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren

Stichprobe: 3.500 Befragte, Auswahl der Befragten erfolgt proportional geschichtet nach dem Zentralen Melderegister. Die Teilnahme ist freiwillig.

Sommerurlaub: Reisen mit mindestens einer Übernachtung im Juli, August oder September

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