Früherer UN-Vollversammlung-Chef John Ashe gestorben

23. Juni 2016, 07:16
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Der in einen Bestechungsskandal verwickelte Ex-Botschafter von Antigua und Barbuda erlag laut Berichten einem Herzinfarkt

New York – Der in einen Bestechungsskandal verwickelte frühere Chef der UN-Vollversammlung, John Ashe, ist tot. Ashe sei im Alter von 61 Jahren in New York gestorben, sagte sein Rechtsanwalt Jeremy Schneider am Mittwoch. Berichten zufolge erlag Ashe einem Herzinfarkt. Zwischen 2013 und 2014 hatte Ashe den jährlich wechselnden Posten des Vorsitzenden der UN-Vollversammlung inne, zudem war er Botschafter von Antigua und Barbuda.

Im vergangenen Herbst hatte die New Yorker Staatsanwaltschaft bekanntgegeben, dass Ashe mehr als eine Million Dollar Bestechungsgelder (900.000 Euro) angenommen und Steuern hinterzogen haben soll. Ihm drohte eine Gefängnisstrafe. "Für Rolex-Uhren, Maßanzüge und einen privaten Basketballplatz hat John Ashe sich und seine Institution verkauft", sagte Staatsanwalt Preet Bharara nach der Festnahme des Diplomaten im Oktober. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon äußerte sich im Lichte der Vorwürfe "schockiert". (APA, 23.6.2016)

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