Kredit-Plattform MyBucks schaffte Sprung an Frankfurter Börse doch

22. Juni 2016, 16:36
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IPO war zunächst Ende Mai abgeblasen worden – Nun soll Börsengang bis zu 38 Mio. Euro einbringen, ursprünglich über 200 Mio. Euro

Der Kleinkredit-Anbieter MyBucks hat seinen Börsengang in Frankfurt mit einem Monat Verspätung doch noch geschafft. Jedoch musste die bisher vor allem in Afrika aktive Firma deutliche Abstriche machen. MyBucks brachte bei Investoren 1,15 Mio. Aktien unter und erlöste damit 15,5 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Preis lag mit je 13,50 Euro am unteren Ende der ursprünglichen Preisspanne.

Das FinTech-Unternehmen macht sich die Tatsache zunutze, dass viele Afrikaner zwar kaum Zugang zu einer Bankfiliale haben, aber über ein Mobiltelefon verfügen. Der Erlös aus dem Börsengang soll für die Expansion in weitere europäische Länder und einen bereits vereinbarten Zukauf in Afrika verwendet werden.

Börsengang zunächst abgeblasen

Ende Mai hatte MyBucks den Börsengang zunächst abgeblasen. Am Dienstag öffnete das Unternehmen seine Bücher nochmals und legte einen Festpreis für die Aktien fest. Insgesamt wird MyBucks damit mit 80 Mio. Euro bewertet. Zunächst hatten die Vorstellungen bei mehr als 200 Millionen Euro gelegen, nun sollte der Börsengang bis zu 38 Mio. Euro einbringen.

Die Aktien sollen am Freitag zum ersten Mal an der Frankfurter Börse gehandelt werden. 19 Prozent des Kapitals sind dann im Streubesitz. Organisiert wurde der Börsengang vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser. (APA, 22.06.2016)

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