Pensionsaufwand der PVA stieg auf 29 Milliarden Euro

22. Juni 2016, 15:46
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Mehr Beschäftigte, höhere Beiträge: Die Pensionsversicherung der Arbeiter und Angestellten nahm im Vorjahr eine Milliarde zusätzlich ein

Wien – Der Pensionsaufwand der Pensionsversicherungsanstalt für Arbeiter und Angestellte (PVA) ist im Vorjahr um 1,8 Prozent auf 29 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus dem nun genehmigten Rechnungsabschluss 2015 hervor. Insgesamt betrug das Gebarungsvolumen 34,8 Milliarden Euro, ein Zuwachs um 2,4 Prozent gegenüber 2014.

Die Einnahmen aus Beiträgen von Versicherten und für Versicherte erhöhten sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Jahr davor um 1.044,5 Millionen Euro auf 27,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,9 Prozent und resultiert aus der Erhöhung sowohl des Standes der erwerbstätig Pflichtversicherten als auch der durchschnittlichen Beitragsgrundlage.

51.000 Patienten in Rehabilitation

Bei den Gesamtausgaben für Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge war von 2014 auf 2015 ein Anstieg um 3,2 Prozent auf insgesamt 870,9 Mio. Euro festzustellen. Während die Pensionsversicherungsanstalt im Jahr 2014 rund 51.000 stationäre Rehabilitationsheilverfahren sowohl in den eigenen Einrichtungen als auch in Vertragseinrichtungen durchgeführt hatte, waren 2015 bereits fast 54.000 zu verzeichnen. Insgesamt wurden von der PVA über 183.200 Heilverfahren in den eigenen Einrichtungen und Vertragseinrichtungen durchgeführt.

Der eigene Verwaltungsaufwand betrug mit 306,3 Mio. Euro weniger als ein Prozent des Gesamtaufwandes.

Weniger Aufwand für Ausgleichszulage

ÖVP-Seniorenbundobfrau Ingrid Korosec wies auf ein Detail hin: "Die Ausgaben für die Ausgleichszulage, die sogenannte Mindestpension, liegen bei nur noch 679,6 Millionen – sie hatten in den letzten Jahren schon Beträge von über einer Milliarde Euro umfasst! Der Grund: heutige Neupensionisten verfügen über stabilere Arbeitsverläufe und damit längere Einzahlungszeiten als frühere Seniorengenerationen. Sie erreichen daher viel häufiger eine Eigenpension, die über der Ausgleichszulagengrenze liegt!"

Die Politik könne sich nun auf die echten Brennpunkte konzentrieren, fordert die ÖVP-Politikerin: "Harmonisierung der Pensionssysteme, insbesondere in Wien. Umsetzung der am 29. Februar vereinbarten Punkte. Abschaffung der Zuverdienstgrenzen für alle Pensionisten. Reform der Mindestsicherung – denn im Gegensatz zu den Ausgleichszulagen explodieren dort die Zahlen wirklich!" (APA, 22.6.2016)

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