Sotheby's: WDR-Kunst in London versteigert

22. Juni 2016, 11:28
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Regierungskritik an Verkauf – Intendant Buhrow verteidigte Vorgehen – Erlös komme dem Programm und damit dem Publikum des Senders zugute

London/Köln – Das Auktionshaus Sotheby's in London hat am Dienstagabend Kunstwerke aus dem Besitz des Westdeutschen Rundfunks (WDR) versteigert. Die beiden wertvollsten Werke waren "Möwen im Sturm" (1942) von Max Beckmann und "Alpweg" (1921) von Ernst Ludwig Kirchner.

Das Beckmann-Gemälde erzielte nach Angaben von Sotheby's einen Preis von umgerechnet 1,069 Millionen Euro und entsprach damit dem Schätzpreis von 900.000 bis knapp 1,3 Millionen Euro. Die Arbeit von Kirchner wurde für 1,1 Millionen Euro versteigert und lag damit über dem Schätzpreis von bis zu 1 Million Euro. Weitere Werke aus WDR-Besitz sollen am Mittwoch versteigert werden.

Kritik von Regierung

Der Verkauf der WDR-Kunst war sowohl von der Landesregierung des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen als auch von der deutschen Bundesregierung kritisiert worden.

Intendant Tom Buhrow teilte dazu am Dienstag mit, die Entscheidung zum Verkauf von insgesamt 46 Werken sei keine leichte gewesen. "Angesichts unserer schwierigen Haushaltslage war sie aber notwendig. Umso mehr freut es mich, dass die beiden Hauptwerke von Max Beckmann und Ernst Ludwig Kirchner bei der Abendauktion in London auf ein großes internationales Interesse stießen und jeweils einen Käufer gefunden haben." Der Erlös komme dem Programm und damit dem Publikum des Senders zugute. (APA, 22.5.2016)

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