Filmfest München eröffnet mit der Komödie "Toni Erdmann"

21. Juni 2016, 17:04
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Festival zeigt bis zum 2. Juli mehr als 200 Filme, darunter österreichische Weltpremieren

München – Mit Maren Ades Tragikomödie "Toni Erdmann" mit Peter Simonischek wird am Donnerstag das 34. Filmfest eröffnet. Bis zum 2. Juli laufen in der bayrischen Landeshauptstadt mehr als 200 Filme aus aller Welt, darunter viele österreichische Produktionen. Für Festivalleiterin Diana Iljine eine Chance, angesichts der Bilderflut in der digitalisierten Welt den Kinobesuch wieder als Erlebnis zu inszenieren.

"Hier kann man dem Unbekannten begegnen und sich dem Neuen stellen", erklärte Iljine. Das Filmfest versteht sich als Publikumsfestival, das den Zuschauern bei Podiumsgesprächen und Fragerunden die Begegnung mit Schauspielern und Filmemachern ermöglichen will.

Ehrengast ist in diesem Jahr die US-Schauspielerin Ellen Burstyn, vielen bekannt durch ihren Oscar-prämierten Auftritt in "Alice lebt hier nicht mehr". Das Filmfest ehrt sie mit dem CineMerit Award für herausragende Verdienste um die Filmkunst. Die 83-Jährige stellt die Gesellschaftssatire "Wiener-Dog" (Österreich-Start: 29. Juli) vor, außerdem laufen die ersten zwei Folgen der neuen 4. Staffel der US-Polit-Serie "House of Cards" rund um den US-Präsidenten Frank Underwood, in der Burstyn dessen Schwiegermutter spielt.

Posthume Ehrung Jacques Rivettes

Erwartet werden auch der Regisseur Christian Petzold ("Barbara") und der iranische Filmemacher Bahman Ghobadi ("Zeit der trunkenen Pferde"), der den unter Mithilfe von Flüchtlingskindern gedrehten Dokumentarfilm "Life on the Border" (Leben an der Grenze) vorstellt. Posthum geehrt wird der Nouvelle-Vague-Regisseur Jacques Rivette ("L'Amour Fou", "Die schöne Querulantin"). Das Filmfest präsentiert drei kurze Stummfilme des Ende Jänner verstorbenen Regisseurs, die bis vor kurzem als verschollen galten.

Höhepunkte aus österreichischer Sicht sind darüber hinaus die Weltpremieren von Wolfgang Murnbergers Kästner-Biopic "Kästner und der kleine Dienstag" mit Florian David Fitz und Jakob M. Erwas schwule Coming-of-Age-Geschichte "Die Mitte der Welt", die zeitgleich im Wettbewerb des 38. Moskauer Filmfestivals vertreten ist. Im Laufe des Festivals werden auch wieder viele Preise verliehen, etwa der Bernd Burgemeister Fernsehpreis, der Kinder-Medien-Preis oder der Förderpreis Neues Deutsches Kino. (APA, 21.6.2016)

23. Juni bis 2. Juli

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Filmfest München

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