Griechenland erhält 7,5 Mrd. Euro aus Rettungsfonds

21. Juni 2016, 13:59
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EU-Kommissionspräsident Junckerlobt Reformanstrengungen Athens

Athen – Griechenlands internationale Gläubiger haben die lang ersehnte nächste Finanztranche für das finanziell angeschlagene Land freigegeben. Athen werde noch am Dienstag Hilfsgelder in Höhe von 7,5 Mrd. Euro erhalten, kündigten der Direktor des europäischen Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker unabhängig voneinander während ihrer Besuche in Athen an.

Nach Angaben Reglings sollen 5,7 Mrd. Euro zur Begleichung der griechischen Schulden bei Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) genutzt werden. Die restlichen 1,8 Mrd. sollen eingesetzt werden, um inländische Zahlungsverpflichtungen zu begleichen, etwa gegenüber Firmen mit Staatsaufträgen. Damit soll auch der griechischen Wirtschaft ein Schub verliehen werden.

Athen und seine Euro-Partner hatten sich im vergangenen Juli auf ein drittes Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Mrd. Euro verständigt, um Griechenland vor der Pleite und dem Euro-Aus zu bewahren. Seit Ende vergangenen Jahres gab es aber keine Auszahlungen mehr, weil die griechische Regierung bei zugesagten Reformen im Steuer- und Rentenbereich im Verzug war.

Inzwischen hat Athen einen Großteil der geforderten Reformen umgesetzt. Weitere 2,8 Mrd. Euro können ab September ausgezahlt werden, wenn die Regierung eine Reihe von weiteren festgelegten Bedingungen erfüllt. Juncker bestätigte der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras, "auf einem guten Weg" zu sein. (APA, 21.6.2016)

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