400 Dollar: Razer bringt Konkurrenten für Vive und Oculus Rift

22. Juni 2016, 10:43
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Zweite Version des "Hacker Development Kit" der OSVR-Brille erhält deutliches Upgrade

700 Euro verlangt Oculus für seine Virtual Reality-Brille Rift. 900 Euro will HTC für sein Vive-System. Der Einstieg in den VR-Bereich am PC ist derzeit eine teure Angelegenheit. Nun prescht allerdings Razer mit der zweiten Generation seiner OSVR-Brille vor. Diese stellt ein deutliche Upgrade zur ersten Fassung dar, kostet dabei aber nur rund die Hälfte der Konkurrenz.

Freilich ist beim Vergleich eines zu beachten: Während Oculus und HTC ihre Geräte bereits in der ersten für Endkonsumenten gedachten Ausgabe verkaufen, nennt sich Razers Produkt "Hacker Development Kit 2.0" (HDK). Offiziell richtet sich das Gerät also an Entwickler, die vor allem mit der offenen VR-Plattform experimentieren möchten, hinter der unter anderem Steam-Betreiber Valve steht.

2.160 x 1.200 Pixel, 90 Hz

Das Gerät soll einerseits die Bedürfnisse von VR-Interessenten und Spielern erfüllen und gleichzeitig Entwicklern eine leistbare Hardware-Plattform bieten, erklärt Razer seine Intentionen gegenüber Venturebeat. Das 400-Dollar-Headset bietet eine Auflösung von 2.160 x 1.200 Pixel auf zwei OLED-Displays (1.080 x 1.200 Pixel pro Auge), die mit einer Bildwiederholrate von 90 Hertz laufen. Eigens angefertigte Linsen sollen vor allem den Fliegengittereffekt – also die deutliche Unterscheidbarkeit einzelner Pixel – für Brillenträger ausmerzen.

Das Headset kommt mit einer mit Infrarot-Lichtern ausgestatteten Frontabdeckung. In Kombination mit integrierten Sensoren und einer beigelegten Infrarotkamera soll so präzise 360 Grad-Erfassung ermöglicht werden. Optional kann auch eine Abdeckung mit Leap Motion-Unterstützung verwendet werden, was mit einem zusätzlich zu erwerbenden Sensor den Einsatz der Hände in VR-Programmern ermöglicht.

Förderfonds für Entwickler

Die OSVR-Initiative legt gleichzeitig mit dem Start des HDK 2.0 einen Fonds in der Höhe von fünf Millionen Dollar auf. Mit diesen Mitteln sollen Studios gefördert werden, die VR-Inhalte umsetzen. Laut Razer wird das Geld unter anderem dafür eingesetzt werden, Aktivierungs-Keys für neue VR-Games von besagten Entwicklern zu kaufen und diese dann etwa Medien oder Streamern zur Verfügung zu stellen. Somit generiert man Aufmerksamkeit für die Titel und kann die Studios gleichzeitig finanziell unterstützen.

Die erste Ausgabe des Razer HDK bleibt – zumindest vorerst – weiter im Angebot. Es kostet 299 Dollar. (gpi, 22.06.2016)

  • Das Razer OSVR HDK 2.
    foto: razer

    Das Razer OSVR HDK 2.

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