Regierung in Simbabwe verschob Zahltag für Soldaten

21. Juni 2016, 12:25
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"Unsere Einnahmen waren nicht so hoch wie geplant"

Harare – Der Regierung in Simbabwe geht das Geld aus. Die Bezahlung der Soldaten und Polizisten für den Monat Juni kann erst etwa zwei Wochen später erfolgen als geplant, wie die Regierung erklärte. Löhne für andere Regierungsangestellte sowie Pensionen sollen sogar erst Mitte Juli ausgezahlt werden. "Unsere Einnahmen waren nicht so hoch wie geplant", sagte Arbeitsministerin Priscah Mupfumira am Dienstag.

Simbabwe hatte 2009 den US-Dollar als Landeswährung eingeführt, nachdem eine Phase der Hyperinflation zu einer verheerenden Wirtschaftskrise geführt hatte. Der US-Dollar hat die Wirtschaft des Landes im Süden Afrikas stabilisiert, die Zentralbank kann jedoch selbst keine Banknoten drucken. Weil die Exporteinnahmen zuletzt schwach ausfielen, gibt es im Land nicht mehr genügend US-Dollar. Die Regierung kündigte erst im Mai die Ausgabe von Schuldscheinen an, um die Bargeldknappheit zu überwinden. (APA, 21.6.2016)

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