Apple-Chef: Tim Cooks alte Schule wechselt zu Google

21. Juni 2016, 12:20
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Macbooks und iPad werden durch Chromebooks ersetzt – Massive Kostenersparnis, einfacher zu warten

Im US-Bildungsmarkt hat Google eine äußerst einträgliche Nische für seine Chromebooks gefunden. Die Dominanz in diesem Bereich ist mittlerweile derart groß, dass in den USA aktuell bereits generell mehr Geräte mit Chrome OS als mit Apples macOS / OS X verkauft werden.

Symbole

Ein besonders symbolträchtiges Beispiel für diesen Trend ist die Robertsdale High im US-Bundesstaat Alabama, kann diese doch mit einem nicht ganz unbekannten Absolventen aufwarten: Apple-Boss Tim Cook ging hier in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts zur Schule. Wenig überraschend setzte die High School denn auch seit Jahren auf Apple-Hardware, vor kurzem kappte man aber die Verbindung zur Firma des ehemaligen Absolventen, wie die Washington Post berichtet.

Statt Macbooks und iPads kommen in Robertsdale künftig Chromebooks von Lenovo zum Einsatz. Der Grund ist ein recht simpler: Das gewählte N21 Chromebook kostet mit einem Stückpreis von 200 US-Dollar gerade einmal ein Viertel eines Macbooks. Angesichts dessen, dass die Schule plant 23.500 Laptops zu erwerben, ergibt sich daraus eine Kostenersparnis im zweistelligen Millionenbereich.

Wartung

Doch auch jenseits des Kostenargumentes zeigt man sich von den Vorteilen dieser Entscheidung überzeugt, seien Chromebooks doch deutlich einfacher zu warten. Auch in Fragen Sicherheit sieht man einen entscheidenden Vorteil auf Seiten des Google-System. Die Entscheidung wurde zudem dadurch erleichtert, dass die Lehrer und Studenten schon jetzt Bildungsanwendungen von Google nutzen, die auf den Chromebooks bestens laufen.

In Zukunft will Google Chrome OS aber auch über den Bildungsmarkt hinaus populär machen. So testet man gerade die Unterstützung von Android-Anwendungen auf Chromebooks, womit den Nutzern künftig ein Großteil des App-Angebots aus dem Play Store zur Verfügung stehen soll. (red, 21.6.2016)

  • Apple-Chef Tim Cook.
    foto: stephen lam / reuters

    Apple-Chef Tim Cook.

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