Gericht in Kairo stoppt Übergabe umstrittener Inseln an Saudi-Arabien

21. Juni 2016, 12:05
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Inseln Tiran und Sanafir sollten unter ägyptischer Hoheit bleiben

Kairo – Ein ägyptisches Gericht hat die geplante Übergabe von zwei Inseln im Roten Meer an Saudi-Arabien für ungültig erklärt. Ein entsprechender Vertrag Ägyptens mit der Golfmonarchie sei nichtig, erklärte das Gericht am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenseite Al-Ahram. Die beiden Inseln Tiran und Sanafir sollten unter ägyptischer Hoheit bleiben.

Ägyptens Regierung hatte im April verkündet, Tiran und Sanafir an Saudi-Arabien zu übergeben. Die strategisch wichtigen Inseln am Eingang zum Golf von Akaba waren seit 1950 unter Verwaltung Ägyptens.

Die geplante Übergabe löste Proteste aus, die die Regierung von Präsident Abdelfattah al-Sisi mit Gewalt unterdrückt. Kritiker werfen ihr vor, sie verkaufe das Land an Saudi-Arabien. Die ölreiche Golfmonarchie unterstützt Ägypten mit Milliardenbeträgen. (APA, 21.6.2016)

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