Fünf Tote bei Unwettern in Japan

21. Juni 2016, 12:09
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Überschwemmungen, Erdrutsche und Dauerregen auf der Insel Kyushu

Tokio – Bei schweren Unwettern im Süden Japans sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Eine Frau wurde nach den heftigen Regenfällen in der Präfektur Kunamoto am Dienstag noch vermisst.

Die Region auf Kyushu, der südlichsten der vier Hauptinseln Japans, war vor einigen Monaten von schweren Erdbeben erschüttert worden. Damals starben 49 Menschen. Das durch die Beben gelockerte Erdreich erhöhe das Risiko von Erdrutschen, warnte die japanische Wetterbehörde.

Bei den Opfern des aktuellen Unwetters handelt es sich vorwiegend um ältere Menschen. Ein 92 Jahre alter Mann und ein 66-Jähriger starben bei einem Erdrutsch, ein 79-Jähriger fiel in einen von Platzregen überschwemmten Wasserlauf und ertrank, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. In der Stadt Kunamoto kamen Eheleute im Alter von 87 und 85 Jahren bei einem Erdrutsch ums Leben, wie der Sender NHK meldete. In ländlichen Regionen Japans wie Kunamoto leben viele ältere Menschen.

Die starken Regenfälle sollen auch am Mittwoch anhalten. Meteorologen warnten vor Überflutungen, Hochwasser führenden Flüssen und Erdrutschen auf Kyushu. Auch für die Region um die Hauptstadt Tokio werden Unwetter erwartet. (APA, 21.6.2016)

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