Aktionskünstler Nicolás García Uriburu gestorben

21. Juni 2016, 10:56
posten

Der Argentinier galt als Vorreiter der Land Art

Buenos Aires – Der argentinische Aktionskünstler und Maler Nicolás García Uriburu ist am Sonntagabend im Alter von 78 Jahren gestorben. Das bestätigten Ärzte des Hospitals Rivadavia in Buenos Aires dem Nachrichtenportal Infobae am Montag, ohne die Todesursache zu nennen. García Uriburu war ein Vorreiter der Strömung Land Art, der künstlerischen Intervention in der Landschaft.

foto: apa/epa/ingo wagner
Im Jahr 2011 färbte Garcia Uriburu die Weser in Bremen mit grüner Farbe.

Bei der Biennale von Venedig erregte er 1968 Aufsehen, als er den Canal Grande unerlaubt mit harmlosen biologischen Mitteln grün färbte. García Uriburu wiederholte seine Aktion gegen die Verschmutzung der Gewässer unter anderem im East River in New York, auf der Seine unter den Pariser Brücken, vor dem Antwerper Hafen und 1981 gemeinsam mit Joseph Beuys auf dem Rhein in Düsseldorf. Beide Künstler stellten anschließend Flaschen mit dem verschmutzten Rheinwasser aus.

García Uriburu war auch dabei, als Beuys bei der Documenta 7 in Kassel 7.000 Eichen pflanzen ließ. Ein Jahr später ließ er 50.000 Bäume in seiner Heimatstadt Buenos Aires anpflanzen. Einige seiner Gemälde naturverbundener Thematik gehören zu den Ikonen der argentinischen Pop-Kunst.

Auch in jüngerer Vergangenheit machte García Uriburu immer wieder auf die Verschmutzung der Gewässer aufmerksam, wie etwa bei seinen Aktionen in Buenos Aires oder Bremen. (APA, red, 21.6.2016)

  • Nicolas Garcia Uriburu bei einer Greenpeace Aktion zum World Water Day in Buenos Aires im Jahr 2010.
    foto: reuters/marcos brindicci

    Nicolas Garcia Uriburu bei einer Greenpeace Aktion zum World Water Day in Buenos Aires im Jahr 2010.

Share if you care.