Japan versetzt Militär wegen Nordkorea-Rakete in Alarmbereitschaft

21. Juni 2016, 07:22
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Geheimdienst sieht Verlegung des nordkoreanischen Raketenarsenals, aber keine Anzeichen für bevorstehenden Start

Tokio – Japan hat sein Militär nach Angaben aus Regierungskreisen wegen eines möglichen Raketenstarts in Nordkorea in Alarmbereitschaft versetzt. Japanische Medien berichteten am Dienstag zudem, die Marine sei zum Abschuss jeglicher Geschosse angewiesen worden, die in Richtung des Landes fliegen würden. Gleiches gelte für die Soldaten an den Patriot-Systemen zur Raketenabwehr.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, offenbar habe Nordkorea eine Mittelstreckenraketen an seine Ostküste verlegt. Allerdings gebe es keine Anzeichen auf einen unmittelbar bevorstehenden Start. Es habe den Anschein, als ob es sich um eine Rakete vom Typ Musudan handele.

Nordkorea hatte bereits im Mai eine Rakete dieses Typs abgeschossen. Yonhap hatte berichtet, es habe sich um einen Test gehandelt, der aber fehlgeschlagen sei. Japan hatte schon damals seine Armee in Alarmbereitschaft versetzt und erklärt, Zerstörer und Abwehrraketen seien bereit, jedes auf Japan zufliegende Geschoss abzuschießen. (Reuters, 21.6.2016)

  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, hier bei der Besichtigung einer Maisstärke-Fabrik, ließ offenbar Raketen verlegen. Das alarmiert Tokio.
    foto: reuters / kcna

    Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, hier bei der Besichtigung einer Maisstärke-Fabrik, ließ offenbar Raketen verlegen. Das alarmiert Tokio.

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