IS schlägt Angriffe auf Provinz Raqqa zurück

20. Juni 2016, 21:47
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Auch drei Dörfer nahe Manbij erobert

Amman – Kämpfer der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) haben mehreren Berichten zufolge in Syrien Angriffe auf die von ihnen kontrollierten Städte Manbij und und das strategisch wichtige Tabqa in der Provinz Raqqa zurückgeschlagen.

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte am Montag mit, bei Manbij hätten die IS-Kämpfer einen Gegenangriff gestartet und der von den USA unterstützten Miliz "Syrische Demokratische Streitkräfte" (SDF) Verluste zugefügt. Der IS habe drei Dörfer südliche der belagerten Stadt zurückerobert.

Die SDF wurde im vergangenen Jahr aus arabischen Kämpfern und einer kurdischen Miliz gebildet. Die USA unterstützen sie mit Luftangriffen und Militärberatern. Ein SDF-Sprecher sagte, der Gegenangriff des IS sei inzwischen abgewehrt worden. Die SDF halte ihre Positionen am Stadtrand.

Weiter im Süden hat der IS die Truppen der syrischen Regierungsarmee zurückgedrängt, die bis auf zehn Kilometer an die strategische wichtige Stadt Tabqa herangerückt waren. Die Soldaten werden von der russischen Luftwaffe unterstützt.

Tabqa liegt am Euphrat in der Provinz Raqqa auf dem Weg in die gleichnamige Stadt, die faktisch die Hauptstadt des IS in Syrien ist. Tabqa und der dortige Luftwaffenstützpunkt sind seit 2014 in der Hand der IS-Extremisten. Ein syrischer Journalist bei den Regierungstruppen bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Extremisten einige kürzliche verlorene Gebiete zurückerobert haben. Nach Informationen der Beobachtungsstelle hat der IS Verstärkung aus Raqqa nach Tabqa entsandt. Mindestens 300 IS-Kämpfer seien unterwegs. (APA/Reuters, 20.6.2016)

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