Denkmal für die unangepassten Salzburger und Salzburgerinnen

20. Juni 2016, 18:46
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Temporäre Denkmäler erinnern an 13 zeitgenössische Persönlichkeiten der Landeshauptstadt

Salzburg – Da ist er wieder: Fritz Kohles, der Beislwirt, Postgewerkschafter, Kabarettist, Landestheaterschauspieler und Musiker. Unmittelbar vor dem Eingang seines letzten Lokals, der "Klause" am Ursulinenplatz, steht zur Erinnerung an den 2006 im 52. Lebensjahr Verstorbenen ein ihm gewidmeter Tetraeder.

Kohles, der mit seinem "Grenzland Sextett" einst die alpenländische Hitparade stürmte, aussah wie ein Wiener Fiaker und sprechen konnte wie weiland Qualtinger, ist einer von 13 Personen, denen im Rahmen des Projekts "Schillerndes Salzburg" ein temporäres Tetraeder-Denkmal gewidmet ist. Die Aktion ist Teil des Jubiläums "Salzburg 200 Jahre bei Österreich".

Prominente Autoren

Die 13 zeitgenössischen Salzburger und Salzburgerinnen waren allesamt auf ihre Art unangepasste und unbequeme Zeitgenossen. Erinnert wird beispielsweise auch an die Sozialwissenschafterin und Alpinistin Ulli Gschwandtner oder den Schauspieler und Politiker Herbert Fux.

Die Texte stammen von prominenten Autoren wie Karl-Markus Gauß (Kohles) oder Gudrun Seidenauer (Gschwandtner). Die Kunstwerke werden bis 30. September aufgestellt sein. Das Buch dazu ist bei Tartin-Editionen erschienen. (Thomas Neuhold, 20.6.2016)

www.schillerndesleben.net

  • Der Tetraeder für den Wirt, Postler und Schauspieler Fritz Kohles auf dem Weg zu seinem Aufstellungsort.
    foto: thomas neuhold

    Der Tetraeder für den Wirt, Postler und Schauspieler Fritz Kohles auf dem Weg zu seinem Aufstellungsort.

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