Whatsapp verändert das Kommunikationsverhalten

20. Juni 2016, 17:57
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Warum telefonieren, wenn man auch mit Whatsapp kommunizieren kann?

Es klingt für viele Erwachsene seltsam, aber für immer mehr Teenager gilt: Warum telefonieren, wenn man auch mit Whatsapp kommunizieren kann? Für Jugendliche sind Kurznachrichten inzwischen wichtiger als Telefonate. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage unter 14- bis 19-Jährigen im Auftrag des Forum Mobilkommunikation, einer Lobbyorganisation der heimischen Handynetzbetreiber.

Mit dieser Änderung des Kommunikationsverhaltens ist ein ordentlicher Rückgang von Gesprächsminuten verbunden. 2015 wurden 21,03 Milliarden Minuten in Österreich vertelefoniert – zwei Jahre zuvor waren es noch 22,66 Milliarden. Konkret verbringt der durchschnittliche heimische Handybesitzer aber immer noch 3,65 Stunden im Monat mit Telefonieren. Whatsapp und der Facebook-Messenger ersetzen zunehmend SMS, deren Nutzung sich seit 2012 beinahe halbiert hat. Im vergangenen Jahr wurden 4,8 Milliarden Kurzmitteilungen versendet.

Unmengen an Daten

Dafür verschicken die Österreicher Unmengen an Daten über ihre Rechner und Smartphones. Innerhalb eines Jahres hat sich das jährliche mobile Datenvolumen von 181,71 auf 318,91 Millionen Gigabyte hinaufkatapultiert. Gegenüber dem Jahr 2014 hat sich die Datenmenge dank Breitband im Vorjahr um 76 Prozent erhöht. Ein Ende des Trends ist nicht abzusehen.

Ende des vergangenen Jahres waren 13,6 Millionen aktive SIM-Karten in Österreich im Umlauf. Die Zahl der seit dem Jahr 2010 vor sich hindümpelnden SIM-Karten-Aktivierungen stieg im Vorjahr erstmals wieder deutlich um rund 400.000 an. Mit einem verbreiterten Einsatz von SIM-Karten via M2M, der Kommunikation von Maschine zu Maschine, rechnen die Forum-Verantwortlichen mit einer SIM-Kartenverbreitung von 50 Millionen Stück bis ins Jahr 2020. (sum, 20.6.2016)

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    foto: apa
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